Lyrik: Aufwachen

‪Wachwerden,‬
‪Schlaf auf der Seele hinweggewischt. ‬
‪Am Horizont die Wahrheit erscheint,‬
‪Mensch und Mensch,‬
‪Wie Bruder und Schwester, wieder vereint. ‬
‪Gespannt ist der Bogen,‬
‪Die Lüge hat überzogen.‬
‪Rumpelstilzchen, wie verlogen,‬
‪Völker hintergangen und belogen. ‬

‪SaC ‬

Lyrik – Lyrik mit und ohne Lyrik: Freitagsgedanken

Freiheit ist nur ein frommer Wunsch.
Wenn überhaupt dieser Gedanke noch in den Teil eines von materiellen Dingen durchtränkten Etwas vorstoßen kann,
das sich Bewusstsein nennt.
Es wird gesucht, es wird vernebelt, die Welt in ihren Angeln verdreht,
was dem Stillstehenden erstaunt, dass bei einer derartigen Unwucht,
noch überhaupt Bewegung möglich ist.
Bewegungen finden dennoch statt, der Freitag ist kein Fischtag mehr,
er ist entfischt,
dennoch wird gefischt, im Trüben, nach Seelen, die sich noch nicht dem Klassenkampf unterjocht haben.
Jung kämpft wieder gegen Alt, alter weißer Mann, wo ist nur deine Weisheit? Alter, weißer Mann, aus dem Osten?
Wie viele Stellen wird uns dies Leben wohl noch kosten?
Ideale sind verdreht, manche Verhaltensweisen sind verpönt,
alles ist gleich.
Wenn alles gleich ist, wie weit sind wir dann vor der Gleichschaltung entfernt?
Wie gleich sind alle? Wer ist alle? Wer sind wir? Wer bin ich? Ich du und du bist ich, alle sind gleich?
Wer ist arm und wer ist reich?

SaC

Lyrik: Steim(er)le

‪Zeiten, wie diese.‬
‪Augen und Ohren auf;‬
‪Einst gewesen, auf der grünen Wiese.‬
‪Das Schicksal nimmt seinen Lauf;
‪Die Zuschauer werden dies quittieren,‬
‪Einschaltquoten in den Keller, nimmt man das in Kauf?‬

SaC

Lyrik: Stille

Ich möchte in die Welt rufen: Still jetzt!
Ich möchte mich in Werken von Goethe,
Schiller und Kant verlieren.
Ich möchte am Abend im Regen, Schnee und im Dämmerlicht laufen –
Um nachzudenken –
Über mich u. über die Welt.
Ich wünschte mir Vernunft – in dieser Zeit.
 
SaC

Twitterlyrik

‪Viele Ismen werden fall‘n.‬
‪Die Ideologie, sie stirbt zuletzt.‬
‪Das Grölen und das Lall‘n. ‬
‪Zukunft ist der Augenblick, also jetzt. ‬

‪Stenor aus Cranach ‬

Lyrik: Echokammern

Inspiriert durch Dialoge, die in so genannten Echokammern stattfinden, diese Lyrik. Lyrik sollte man nicht erklären, nicht erklären müssen, aber eine Info vorweg: Humor sollte nicht vergessen werden…

Lyrik: Echokammern

Die Wahrheit, tangiert, berührt, mich überhaupt nicht mehr.
Eckokammer, macht das Leben nicht mehr schwer.
Zuspruch, Freude, Freudental,
Erste Reihe, erster Platz im großen Saal.
Aus der Freude Herrlichkeit,
Ich weiß so ziemlich alles, ich weiß Bescheid.
Erkläre mit Freude der ganzen Welt,
Wer, was, wie zusammenhält.
Echokammer, Echokammer, „Lyrik: Echokammern“ weiterlesen

Lyrik: Joker

Tatsachen werden Erfindungen,
Erfindungen werden zu Tatsachen.
Meistens zum Weinen, kaum zum Lachen.
90 / 6 an der Zahl.
Kryptonit ist hart,
Wahrheit ist Stahl.
Die intellektuelle Freiheit,
-ismus – gespalten,
immer verwalten,
immer die Alten.
Macht,
Joker lacht.

SaC