Der lyrische Blick

Der lyrische Blick. Ich fotografiere schon sehr lange, aber Lyriken schreibe ich erst seit ca. zehn Jahren. Was mir aber immer deutlicher u. bewusster wird, beide Arten, beide Methoden, um sich auszudrücken, vermischen sich. Die Sichtweise, wie ich Motive wahrnehme, wie ich sie in Szene setze, hat sehr viel mit Sprache zu tun; diese Aufnahme, mit dem Baum, mit dem Wasser, sie ist im hohen Norden von Schottland entstanden u. die Stimmung zum Zeitpunkt der Aufnahme, war sehr besonders, u. ich hatte das Gefühl, ich sei nicht von dieser Welt. Es war eine lyrische Stimmung, ich hätte genauso gut in diesem Augenblick diesen Aufnahmemoment durch ein paar lyrische Zeilen beschreiben können, nur habe ich nicht den Stift, sondern meine Kamera in der Hand gehalten und das Ergebnis, das wir hier nun gemeinsam wirken lassen können, ist der von mir so genannte: der lyrische Blick.

 

Am Hofe von Zhou

Altes Wissen, das Mondlicht im See erblickt.
Wellen brechen die Harmonie, das Leben völlig ungeschickt.

Bücher haben Weisheit, Menschen lebten nach Moral,
Perlen und Fischaugen sind vermischt, Leben im großen Saal.

Im Emei die Nebelschleier bei Ziehen angeschaut,
Der Drang nach Wissen, die Stimme wurde sehr laut.

Musik hat dich Macht, Knoten zu lösen, „Am Hofe von Zhou“ weiterlesen

Schloss Weißenstein – Meditation stärkt das Immunsystem

Meditation stärkt das Immunsystem Meditation: SNS : blog.snoir.de
Kamera u. Ton: B. Schwarz :
www.bettinas-jungbrunnen.de
Info zum Immunsystem: www.youtube.com/watch?v=u3P8JB-Qveo
Link zu den Übungen – ich zeige hier die Meditation – die 5. Übung: falundafa.org

Der Hyde Park in Franken

Es war in Franken. Aber als ich durch diesen Park mit meiner lieben Bettina spazierte, dachte ich, ich sei im Hyde Park. Vor knapp einem Jahr sind wir in London gewesen u. haben einen sehr langen u. sehr schönen Spaziergang durch den Hyde Park unternommen; am Albert Memorial vorbei, Kurzvisite beim Kensington Palace u. wieder zurück u. „Der Hyde Park in Franken“ weiterlesen

Lyrik zum Tag der Deutschen Einheit

Zur Einheit gehören auch Heimat, Herz u. Verbundenheit.

Heimat, Herz, Verbundenheit

Heimat im Herzen –
vertreibt Kummer, Sorgen und Schmerzen.
Als Bayer und vor allem als ein Franke –
ist es mal an der Zeit für ein großes Danke!
Du Städtchen am Fuße der Festung Rosenberg –
deine Erhabenheit, man wirkt wie ein Zwerg.
Die Luft ist noch klar und rein –
sauber und geordnet bist du, es ist nicht nur der Schein.
Dort wo ich die erste Liebe fand –
erneut ist das Band geflochten, ich halt’ dir treu die Hand.
Sie ist es auch wert –
denn wenn man es spürt, ists warm ums Herz und unbeschwert.

Stefan N. Schwarz

Mond in der Nacht (Gedanken an das Mondfest in China)

Oh du Mond in der Nacht.
Leben um Leben hab ich über eine Frage nachgedacht.

Wenn nächtliche Stille ist einkehrt;
Die Gedanken viel ruhiger sind und das Herz wird unbeschwert.

Wenn die große Sieben am nächtlichen Himmel erscheint;
So manche Träne hab ich im Gedanken um dich geweint.

Die Sache in dieser Dekade ein Ende fand;
Mein Herz sich wieder mit dem Fa verband.

Stefan N. Schwarz

(Zum Mondfest – das Mondfest ist das lyrischste aller Feste in China: https://www.epochtimes.de/china/china-kultur/das-mondfest-ein-poetischer-zauber-in-china-a1092983.html)

Ein Brief nach England – Türen

Guten Tag E., guten Tag P.,

wie doch die Zeit verfliegt. Es müsste jetzt knapp vor zehn Jahre gewesen sein, als wir uns das letzte Mal begegnet sind. Es war – und ich erinnere mich noch sehr gut daran – auf einer Pferderennbahn; ich bin gerade angekommen, musste mich noch orientieren und meine Begleitung und ich suchten eine Garderobe. Und genau bei dieser Suche sind wir uns dann schließlich begegnet. Die gewöhnliche Distanz, die Menschen zueinander verspüren, wenn sie sich das erste Mal begegnen, die war bei uns überhaupt nicht vorhanden, vielmehr gingen wir sehr vertraut miteinander um. Auch scheint ihr gleich auf Anhieb verstanden zu haben, wonach wir suchten, und ihr öffnete eine Tür, die direkt in den – auf mich sehr dunkel wirkenden – Keller führte. Irgendwie erinnerte mich dieser Anblick an ein altes Sportheim mit den alten Holzvertäfelungen und diesem holzigen Geruch, der sich mit Schweiß, Bier und der Zeit zu einem sehr markanten und strengen Duft vermischt, der sicher nicht mehr aus diesem Material zu treiben ist; er wird wahrscheinlich bis ans Ende seiner Tage dort eingeprägt bleiben. Und so war ich dann auch nicht dazu zu bewegen, diese Stufen abwärts zu schreiten – ihr wisst ja sicher, aber ich wusste ja auch … „Ein Brief nach England – Türen“ weiterlesen

Zitat von Ayn Rand

Zitat des Tages (etwas längeres Zitat):

„Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, daß Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, daß man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, daß das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, daß Menschen durch Bestechung und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, daß die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, daß Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, daß Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

(Ayn Rand: 2.2.1905 – 6.3.1982 „Zitat von Ayn Rand“ weiterlesen

Gedankenechos

Beginnen wir mit einem Zitat:

“Was man hat, darüber spricht man nicht. Worüber man spricht, das hat man nicht.”(Laotse, chin. Philosoph, Begründer des Taoismus, 6. Jh. v. Chr.)

Fahren wir fort. Was mir auffällt, dass immer häufiger über Meinungsfreiheit gesprochen wird.

Frage zum Schluss: Hat Laotse recht oder unrecht?

Sprache – Kunde oder nicht?

Lieber C. K.,

unsere Gesellschaft scheint polarer zu werden. Hier ist es nur legitim, wenn Sie ihren Nachnamen alle Ehre zollen wollen und versuchen diese inhomogene Masse von einzelnen Individuen wieder stärker miteinander zu verbinden, zusammen zu kleben. Nur scheint mir, dass dieser Vorgang des Kitten-Wollens, lediglich ein frommer Wunsch bleiben wird, denn die Polarisierung schreitet in einem sich immer deutlicher abzeichnenden Maße voran, so dass es selbst der stärkste rhetorische Kleber nicht mehr vermag zu verbinden. „Sprache – Kunde oder nicht?“ weiterlesen