Lyrik: Erbeben

Erbeben

Es bebt, es schüttelt,
das Getier wird wach gerüttelt.
Aus den Tiefen emporgestiegen,
dachten sie, sie könnten siegen.

Sie bauten Burgen aus Betrug,
verwechselten die Macht und waren sehr unklug.
Doch jeder Schatten endet dort,
wo Wahrheit findet ihren Platz und ihren Ort.

Was lange verborgen schien,
beginnt nun leise aufzublüh’n.
Kein Schleier hält für alle Zeit,
wenn sich das Licht von der Finsternis befreit.

Die Erde bebt,
die Erde spricht.
Nichts verbirgt sich
vor dem Licht.

Was auf Lügen einst gebaut,
zerfällt im ersten Donnerschlag.
Die Wahrheit steigt
aus tiefer Nacht
und hält nun ihren neuen Tag.

Doch was sie niemals wussten,
der Buddha greift ein mit einem gigantischen husten.
Ein kleiner Stoß, ein leiser Wind,
verändert, wer sie morgen sind.

Menschen sehen, Menschen hören,
doch lassen sie sich so leicht betören.
Tausendmal dieselbe Lüge,
bis sie wirkt, sie machen ihre Züge.

Doch Wahrheit sucht sich ihren Weg,
durch jeden Stein, über jeden Steg.
Sie sickert langsam, unaufhaltsam,
still und doch unübersehbar.

Die Erde schüttelt ihre Last,
als hätten sie jetzt genug gehasst.
Sie atmet tief,
sie richtet sich,
und alles zeigt sein wahres Gesicht.

Die Erde bebt,
die Erde lebt.
Kein Schatten bleibt,
wenn sich die Wahrheit erhebt.

Was verschoben,
kehrt zurück.
Aus jedem Ende
wächst ein Stück.

Die Erde schüttelt
jede Last.
Die Lüge geht,
die Wahrheit fasst.

Es bebt.
Es lebt.
Die Wahrheit
siegt.

Es bebt.
Es schüttelt.
Und nichts
bleibt,
wie es war.

S.

Song: https://www.ganjingworld.com/s/jNaBRBE7nZ