Angst u. Vernunft

Angst ist ein ständiger Begleiter;
Sie ist ein grosser u. ein alter Wegbereiter.
Zittern vor zu viel Nähe, Schweiss auf der Stirn.
Blicke huschen umher, gekleidet im teuren Zwirn.
Die Dualität, sie existiert nicht mehr;
Nur noch ein Zustand, das Atmen fällt schwer.
Keine Sanftmut u. keine Güte,
Mechanisch das Interagieren, verwelkt die große Blüte.
Wo sind Vernunft u. Verstand?
Ich schaue weit in das verwelkte Land.
Berge u. Wiesen; „Angst u. Vernunft“ weiterlesen

Zeitzeichen

Wir zeigen Flagge, um den Mund;
Narkotisiert die Lippen und ganz wund.
Nicht sprechen, konzentriert aufs Denken.
Augen ganz weit offen, wem oder was die Aufmerksamkeit schenken?

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Zeitzeichen

Die Töne werden rauher,
Regentropfen, wie ein kühler Schauer.
Freudentränen sind versiegt.
Fronten sind entstanden u. es wird bekriegt.
Das Recht auf allen Seiten,
Fake u. Wahrheit sich verbreiten.
Gruppen sich formieren,
Keiner will sich jetzt blamieren.
Hochgerüstet u. sprachlich durchgestylt,
Viel zu lange auf der eig’nen Stelle verweilt.
Viele Fragen bleiben offen,
Es bleibt nur ein banges Hoffen.

SaC

Am Rennsteig

Kalt ist’s in der Natur.
Vom Frühling am Rennsteig noch keine Spur.
Doch selbst Goethe hier sehr gern verweilte.
Nach den Eisheiligen der Lenz sich aber immer beeilte.

#SNS

Über Leipzig, seinem Bahnhof und etwas über Wagner mit der Leipzig-Lyrik

Schwarzweiss in Leipzig am Bahnhof. Für mich ist die Schwarzweiß-Photographie ein Faszinosum. Bereits mit meiner ersten Analogkamera photographierte ich oft mit Schwarzweiß-Filmen. Diese damalige Canon AE-1 steht jetzt nur noch im Schrank, da sie im Laufe der Jahre den Geist aufgab; aber vor zwei Jahren kaufte ich mir wieder eine alte gebrauchte AE-1 u. seitdem photographiere ich häufiger analog. Man möchte meinen, dass diese Aufnahme während der Coronazeit entstanden ist, da sich wenige Menschen auf dem Photo befinden, dem ist aber nicht so – ich nahm diesen Schnappschuss im Januar 2016 auf, als ich mir in der Oper Leipzig das Rheingold von Richard Wagner ansah u. bereits damals hab‘ ich Leipzig lieben gelernt. Nach der Oper waren wir noch italienisch Essen u. wir kamen auf unkomplizierte Art mit Leipzigern ins Gespräch u. ich war von den freigeistigen Gedanken u. von der Klarheit unserer Gesprächspartner fasziniert; Leipzig hat viel Freigeist für mich u. gut möglich, dass dies auch mit der Leipziger Buchmesse im Zusammenhang zu sehen ist, denn nirgendwo sind die Gedanken so frei, wie in der Welt der Schrift – die Sprache kann auch nie so frei sein, wie es die Schrift häufig war u. ist. Zwischenzeitlich war ich jetzt mehrmals in Leipzig u. Hrn. Bach hab‘ ich mir nebst Wagner u. Gothe auch in Leipzig näher kommen lassen – ich bin von dieser Stadt einfach fasziniert. Hier mag ich auch auf meine Leipzig-Lyrik verweisen, sie ist auf meiner Webseite snoir.de unter lyriken III mit dem Titel: In Leipzig zu finden.

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P.S: Der Post erschien zuerst auf Instagram und wer mir dort auch folgen mag, ich heisse dort: @sn_noir – hier für euch die Leipzig-Lyrik: „Über Leipzig, seinem Bahnhof und etwas über Wagner mit der Leipzig-Lyrik“ weiterlesen

Der Sinn, die Suche

Was ist Wahrheit?
Wann gibt das Leben einen Sinn?
Wie viel an Bescheidenheit,
Ist in unserem Herzen drin?
Wieviel Zeit,
Braucht das Entstehen von Barmherzigkeit?
Sorgen im Herzen,
Das Ertragen von Schmerzen,
Am Ende die richtige Frucht,
Der Edle das Tao sucht.

SaC

Heimat

Heimat ist ein großes Wort.
Viele Wege führen von ihr fort.
Meine Wege waren lang gewesen.
Wie beim guten Wein, er wird erlesen.
Die Zeit,
Macht uns erst für die Zukunft bereit.
Die Dinge, Ansichten u. Gebäude,
Unterliegen der Veränderung, wie manche Leute.
Doch unsere Herzen,
Sind verbunden mit ihr, trotz aller Schmerzen.
Heimat ist mehr als ein Gesinnung.
Heimat ist eine Herzensstimmung.

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Twittergedanken

Fromm der Blick,
In die Ruhe der Nacht.
Freudig die Erwartung,
Wenn die Sonne Morgen wieder Lacht.

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Twittergedanken

Hoffnung für die Welt, wer mag die Wahrheit seh‘n?
Wer war in den Hinterzimmern, dachte, er würd‘s versteh‘n?
Einige, wenige – alle entmachtet.
Auf die falsche Seite gesetzt, der Metzger hat geschlachtet.
Freudig die Kinderaugen.
Jetzt ab in die Schule des Lebens, pauken.

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Gedanken bei Twitter

Oh je, Oh je.
Wenn ich in die Ferne seh‘.
Von Einsamkeit und Natur,
Keine Ruhe, nicht die geringste Spur.
Wie die Möwen, sich gegenseitig behacken.
So mag man manchmal denken, „zam die Backen“.
 
SaC

Bavaria

Ich blicke mit Sorge in das Land.
Bayern ist schön, man reicht den Finger,
Man nimmt die ganze Hand.

Gut gemeint, ist keine Entschuldigung,
Berater folgen Interessen,
Kniet nieder, er will seine Huldigung.

Das Maß ist schnell voll,
Die Kassen sich leeren,
Es grüssen die Geschwister Scholl?

SaC

Lyrik – Zeitenwende

Schwer ist die Bürde der Wahrheit, sie schneidet tief ins Fleisch der Seele hinein.
Doch aller Tage Abend ist noch nicht in seiner Gesamtheit erreicht;
Hell flackert das Licht der Kerze im klaren Mondenschein.
Noch der Laie dem Fachmann scheinbar gleicht.

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