Lyric: The Darkened Wednesday / Lyrik: Der verdunkelte Mittwoch

The Darkened Wednesday

Before the bells,
before the waking streets,
six wandering worlds
move silently above us.

And somewhere beyond the morning,
the Moon is waiting
for the Sun.

The morning air is standing still,
no bird disturbs the sky.
The windows hold a silver chill,
the clouds have learned to hide.

Six wanderers before the dawn
are written in a line.
No voice explains what they have seen,
no hand can turn the sign.

The city wakes, the engines breathe,
the ordinary starts.
But something ancient moves above,
and something moves through hearts.

Look to the west.
The hour is near.
Daylight trembles.
Shadows appear.

The Darkened Wednesday,
when daylight learns to kneel.
The Darkened Wednesday,
when hidden things turn real.

The Moon will cross the burning Sun,
the crown of fire will rise.
Tell me what remains of us
when darkness fills the skies.

The Darkened Wednesday.
Remember what you see.

The afternoon grows pale and strange,
the colors lose their names.
A silent circle enters light
and slowly feeds on flame.

The birds fall quiet in the trees,
the streets forget their sound.
A colder breath moves through the air,
a shadow finds the ground.

And for a moment ancient fears
return without a word.
As if the heavens speak again
in languages unheard.

No throne will stand.
No gold will stay.
The Sun itself
can lose the day.

The Darkened Wednesday,
when daylight learns to kneel.
The Darkened Wednesday,
when hidden things turn real.

The Moon will cross the burning Sun,
the crown of fire will rise.
Tell me what remains of us
when darkness fills the skies.

The Darkened Wednesday.
Remember what you see.

Do not ask the heavens
what tomorrow has prepared.

Do not ask the darkness
why the light was ever spared.

Every kingdom casts a shadow.
Every tower turns to dust.
Every name becomes an echo.
Every certainty must rust.

But somewhere underneath the silence,
underneath the blackened Sun,
something waits beyond the ending.

Something
has begun.

And when the stolen light returns,
the world pretends the same.
The traffic moves, the windows glow,
and people speak their names.

But those who watched the daylight fade
will carry something home.
A memory of the fragile Sun,
a feeling we’re not alone.

Then midnight opens overhead
and fire crosses space.
The falling stars write silver lines
that vanish without trace.

Six planets passed before the dawn.
The Sun surrendered light.
And now the heavens burn above
to close the longest night.

The Darkened Wednesday,
when daylight learned to kneel.
The Darkened Wednesday,
when heaven broke the seal.

The Moon moved through the burning Sun,
then vanished from our eyes.
And falling fire crossed the dark
like warnings through the skies.

The Darkened Wednesday,
nothing stays the same.

The Darkened Wednesday,
remember this name.

Six worlds before the sunrise.

One shadow across the Sun.

A thousand fires after darkness.

Three signs.

One day.

Wednesday.

S.

Song: https://www.ganjingworld.com/s/bpNOz9p82q

 


Der verdunkelte Mittwoch

Vor den Glocken,
vor den erwachenden Straßen
ziehen sechs wandernde Welten
lautlos über uns hin.
Und irgendwo jenseits des Morgens
wartet der Mond
auf die Sonne.

Die Morgenluft steht reglos still,
kein Vogel stört das Blau.
Die Fenster tragen silbern Frost,
die Wolken lernten Scheu.
Sechs Wanderer noch vor dem Licht
stehn aufgereiht in Reih.
Kein Wort erklärt, was sie gesehn,
kein Arm dreht ab das Zeichen frei.
Die Stadt erwacht, die Motoren atmen,
das Gewöhnliche beginnt.
Doch etwas Altes zieht dort oben,
und etwas zieht durch jedes Kind.

Blick nach Westen.
Die Stunde ist nah.
Tageslicht zittert.
Schatten sind da.

Der verdunkelte Mittwoch,
wenn das Tageslicht sich beugt.
Der verdunkelte Mittwoch,
wenn Verborgnes sich bezeugt.
Der Mond zieht durch die brennende Sonn,
die Feuerkrone glüht.
Sag mir, was von uns noch bleibt,
wenn Dunkel den Himmel durchzieht.
Der verdunkelte Mittwoch.
Vergiss nicht, was du siehst.

Der Nachmittag wird fahl und fremd,
die Farben ohne Namen.
Ein stiller Kreis tritt in das Licht
und zehrt sich in die Flammen.
Die Vögel schweigen im Geäst,
die Straßen sind verstummt.
Ein kälter Hauch geht durch die Luft,
ein Schatten sinkt und kommt.
Und für ein Weilchen kehrt zurück
uralte Furcht ganz ohne Wort.
Als spräche wieder einmal das Firmament
in Sprachen, ungehört, verdorrt.

Kein Thron hält stand.
Kein Gold bleibt bestehn.
Die Sonne selbst
kann den Tag vergehn.

Der verdunkelte Mittwoch,
wenn das Tageslicht sich beugt.
Der verdunkelte Mittwoch,
wenn Verborgnes sich bezeugt.
Der Mond zieht durch die brennende Sonn,
die Feuerkrone glüht.
Sag mir, was von uns noch bleibt,
wenn Dunkel den Himmel durchzieht.
Der verdunkelte Mittwoch.
Vergiss nicht, was du siehst.

Frag nicht den Himmel,
was der Morgen vorbereitet.
Frag nicht das Dunkel,
warum das Licht je verschont geschritten.
Jedes Königreich wirft Schatten.
Jeder Turm zerfällt zu Staub.
Jeder Name wird zum Echo.
Jede Gewissheit wird zum Raub.
Doch irgendwo tief unter der Stille,
unter der geschwärzten Sonn,
wartet etwas hinterm Ende.
Etwas
hat begonnen.

Und kehrt das gestohlne Licht zurück,
tut die Welt, als wär nichts gescheh’n.
Verkehr rollt an, die Fenster glühn,
und Menschen nennen Namen schön.
Doch wer das Tageslicht verlöschen sah,
trägt etwas mit nach Haus.
Ein Bild der brechlich zarten Sonn,
ein Ahnen: Wir sind nicht allein im Raus.
Dann öffnet Mitternacht sich weit
und Feuer durchquert den Raum.
Die Sternschnuppen schreiben Silberlinien,
die spurlos schwinden wie ein Traum.
Sechs Planeten zogen vor dem Licht.
Die Sonne gab den Schein zurück.
Und nun verbrennt der Himmel oben,
schließt die längste Nacht, Stück um Stück.

Der verdunkelte Mittwoch,
als das Tageslicht sich bog.
Der verdunkelte Mittwoch,
als der Himmel das Siegel brach entzwei.
Der Mond zog durch die brennende Sonn,
verschwand dann aus dem Blick.
Und fallend Feuer durchquert das Dunkel
wie Warnung, Blick um Blick.
Der verdunkelte Mittwoch,
nichts bleibt, wie es war.
Der verdunkelte Mittwoch,
präg dir den Namen ein, ganz klar.

Sechs Welten vor dem Sonnenaufgang.
Ein Schatten über der Sonn.
Tausend Feuer nach dem Dunkel.
Drei Zeichen.
Ein Tag.
Mittwoch.

S.

Song: https://www.ganjingworld.com/s/z3bQJpMKv3