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Lyrik: Der Spaziergänger – Die Kuppel

Der Spaziergänger – Die Kuppel Ende Juni. Europa unter einer Kuppel. Kein Wind. Kein Entkommen. Der Himmel schweigt – die Erde beginnt zu reden. Ich geh durch die Straßen, der Asphalt wird weich, die Sonne hängt blutig über dem Reich. Fenster geschlossen, die Luft steht still, als ob uns der Himmel etwas sagen will. Frankreich zählt Grade, die keiner mehr… Read more →

Lyrik: Schaumkuss-Blues

Schaumkuss-Blues Der Sommer lag auf unsern Straßen, die Welt war groß und wunderbar. Wir hatten Zeit, wir hatten Träume, und jeder neue Tag war klar. Wir liefen barfuß durch die Wiesen, mit Gras und Erde an den Knien. Wir bauten Burgen, jagten Schatten, und wollten nie nach Hause zieh’n. Die Fahrräder lagen im Graben, der Ball flog weit von Haus… Read more →

Lyrik: Fünf Finger

Fünf Finger Weder links, noch rechts. Weder oben, noch unten. Zwischen all den lauten Stimmen: Hat er seine Mitte gefunden? Jeder zieht an seinem Ende, jeder glaubt, er kennt das Ziel. Doch wo Worte Mauern bauen, geht vom Menschsein oft zu viel. Wir betrachten nur die Seiten, teilen alles sorgsam ein. Doch vielleicht liegt hinter Grenzen noch ein Raum, um… Read more →

Lyrik: Bogen der Angst

Bogen der Angst Ein leises Zittern in der Nacht, ein Ton, der durch die Mauern dringt. Zu lange wurde nur gewacht, bis selbst das Schweigen lauter klingt. Wenn der Bogen der Angst überspannt, zieht ein Schatten durch das eigene Land. Passive Gleichgültigkeit, kalt und schwer, legt sich auf die Straßen wie ein graues Meer. Man sieht hinweg, man bleibt zurück,… Read more →

Was ist der Leviathan? – EndCCP.com/de / What Is the Leviathan? – EndCCP.com

Was ist der Leviathan? Ein Gespenst geht um. Es schreit nach Seelen. Noch ist es nicht stumm. Noch kann man es hören. Tief unter der Oberfläche bewegt sich etwas. Getarnt in einen Mantel der Freiheit, tritt es lächelnd in das Licht. Wir haben längst verlernt hinzuschauen, wir wissen viel – und sehen doch nicht. Wir hören all den Stimmen zu,… Read more →

Lyrik: Schloss Eyba – südlich von Saalfeld

[Verse 1] Südlich von Saalfeld, wo der Wind rauer geht, liegt ein Dorf auf der Höhe, das im Schweigen besteht. Fünfhundertfünfzig Meter, nah am Himmel gebaut, wo der Wald noch erzählt und die Stille vertraut. Nur ein paar Häuser, kaum mehr als ein Kreis, doch die Luft trägt Geschichte, herb, klar und weiß. Für Frankenwälder Herzen ist die Rauheit kein… Read more →

Lyrik: Der Sinn, die Suche / Poem: The Meaning, the Search

Der Sinn, die Suche Was ist Wahrheit?Wo beginnt der Weg?Wenn das Herz noch fragtund die Welt sich dreht. Was ist Wahrheit?Wann gibt das Leben einen Sinn?Wie viel an Bescheidenheitist in unserem Herzen drin? Wie viel Zeitbraucht das Entstehen von Barmherzigkeit?Wie viele stille Tageführen uns zur Menschlichkeit? Sorgen im Herzen,das Ertragen von Schmerzen,und doch bleibt ein Lichttief in uns bestehen. Manchmal… Read more →

Lyrik: Am Brandenburger Tor

Am Brandenburger Tor Am Tor gestanden, im kalten Abendlicht. Die Stadt hielt kurz den Atem an, doch die Geschichte schweigt nicht. Am Tor gestanden, in die Augen der Menschen geblickt. Manche wirkten nah und freundlich, manche fremd und streng entrückt. Uniformiert und doch verschieden, ein Lächeln für die Zeit. Ein Foto für die Ewigkeit, doch dahinter liegt viel Leid. Die… Read more →

Die fünfte Jahreszeit / The Fifth Season / 第五个季节

Die fünfte Jahreszeit Frei am Wegesrand, und doch gefangen. Zwischen tausend Wegen noch keinen gefunden. Der Wind trägt Stimmen aus einer anderen Zeit. Doch niemand sagt, wie weit der Weg noch offen bleibt. Die Jugend hat sich verloren im Raum ohne Grenzen, ohne Form, ohne Ziel, zwischen Bildern und Tendenzen, ohne Grenzen im digitalen Raum – ein fremder Traum. Man… Read more →

Lyrik: Wenn die schweigende Mehrheit erwacht / When the Silent Majority Awakens / Cuando Despierta la Mayoría Silenciosa / Quand la majorité silencieuse s’éveille / 当沉默的大多数觉醒

Wenn die schweigende Mehrheit erwacht Leise Stimmen in der Nacht viel zu lange nichts gesagt Zwischen Zweifel, Angst und Zeit wächst der Ruf nach Menschlichkeit Zu viele schauten einfach weg zu viele gingen nur den alten Weg Doch tief im Herzen brennt noch Glut und langsam wächst erneut der Mut Die Straßen kalt, die Fenster leer doch manche tragen Hoffnung… Read more →

Drei Tage Dunkelheit

Drei Tage Dunkelheit Straßen voller Lichter, voller Zeit Menschen ziehen durch die Ewigkeit New York schläft niemals, Paris klingt leis Berlin atmet unter Neonweiß Menschen in den Bahnen, Blick aufs Telefon Autos ziehen durch den Morgen schon Alles wirkt gewöhnlich, laut und klar Keiner ahnt, was kommen soll, was war Kinder lachen irgendwo im Wind Während Wolken plötzlich schwerer sind… Read more →

Heimat

Heimat Leise Straßen, alter WindErinnerungen an das KindMan geht fort und kehrt doch umdenn Heimat bleibt im Herzen niemlas stumm Heimat ist ein großes Wortviele Wege führen fortManche Straßen tragen weitin die grosse Dunkelheit Meine Wege, lang gewesenwie ein Wein, erst spät erlesenJahre ziehen still vorbeidoch etwas im Herzen bleibt stets treu Und die Zeit formt unser Lebennimmt und will… Read more →

Der Sinn, die Suche

Der Sinn, die Suche Leise Fragen in der Nacht über Dinge, die kein Mensch bewacht Zwischen Zweifel, Zeit und Licht sucht er etwas, findets nicht Was ist Wahrheit, sag mir wer trägt sie still durch dieses Meer? Zwischen Stimmen dieser Welt die sich selbst für Wahrheit hält Wann beginnt der eigne Sinn? Liegt er draußen oder drin? In dem Lärm… Read more →

Die Stimme, die verschwand

Die Stimme, die verschwand November fällt auf Wien herab kein Licht, das wirklich bleiben mag Ein Telefon, ein kurzer Ton und irgendwas ist nicht mehr da Ein Krügerl halb, der Rauch steht still Brenner weiß, was kommen will Keine Fragen, nur ein Blick und ein Fall nimmt seinen Schritt Eine Stimme, die man kennt die plötzlich nicht mehr wiederkehrt Ein… Read more →