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Die Stimme, die verschwand

Die Stimme, die verschwand November fällt auf Wien herab kein Licht, das wirklich bleiben mag Ein Telefon, ein kurzer Ton und irgendwas ist nicht mehr da Ein Krügerl halb, der Rauch steht still Brenner weiß, was kommen will Keine Fragen, nur ein Blick und ein Fall nimmt seinen Schritt Eine Stimme, die man kennt die plötzlich nicht mehr wiederkehrt Ein… Read more →

Lyrik: Der stille Aufstand – April 25, 1999

Der stille Aufstand – April 25, 1999 Leise Schritte im Morgenlichtkeine Parolen, kein GesichtZehntausend stehen – still und klarkeiner ahnt, was kommen war Frühling in der Stadt aus Steineine Straße, lang und reinkeine Stimmen, nur der Blickjeder Schritt ein Stück zurück Keine Fahnen, keine Machtkeine Worte laut gemachtnur ein Atem, nur ein Seinund die Hoffnung: „Man hört uns rein“ Doch… Read more →

Wienerwürstelkomplott

Wienerwürstelkomplott Dienstagabend, Mai, Wien bei Nacht Ein Mann fällt – und keiner hat’s gedacht Käsekrainer auf dem Pflaster, halb gegessen, kalt Manchmal stirbt man leise – und manchmal stirbt man falsch Er kam von weit her, Minneapolis, neun Stunden Flug Hotel Sacher, erste Nacht, alles sah so gut aus genug Kärntner Straße, Lichter flimmern, Oper in der Luft Ein Reiseführer… Read more →

光与影之间 / Zwischen Licht und Schatten

光与影之间 夜里轻轻的脚步声, 没人看见我心在动 城市灯光像是思绪 在希望与沉没之中 走过熟悉的那些街道 却没人知道我的名字 太多声音试图指引 太多问题没有解释 时间跑得比我更快 我已渐渐跟不上节奏 把整个世界装进口袋 却感觉它越来越重 我问自己身在何方 在过去与现在之间 在曾经的渴望之中 和眼前的一切之间 在光与影之间 寻找我的方向 期待得太多 却看得太少 当一切沉默 再没有人开口 我停在原地 在影与光之中 他们说着“你可以做到” 却没人告诉我怎么走 我穿过空荡的房间 回荡着旧日的旋律 学会不再轻易相信 这个世界的承诺 因为不是每个大声的人 都真心为你而说 我仍紧握一点信任 哪怕只剩一点点 即使怀疑试图遮住 我眼前所有视线 在光与影之间 寻找我的方向 期待得太多 却看得太少 当一切沉默 再没有人开口 我停在原地 在影与光之中 也许正是这样 跌倒又再站起 在无声中明白 不必看清一切 也许这样就够 继续走下去 在光与影之间 我慢慢看清自己 不必拥有一切 也能继续前行 当一切沉默 当时间也破碎 我仍向前走 在影与光之间 S.… Read more →

Donauwelle des Doppelgängers

Donauwelle des Doppelgängers Am Schwedenplatz, der Walzer klingt, die Donau zieht ihr graues Ding. Dreitausend Leit, a Spritzer kalt, der Brenner steht da, müd und alt. A Filterlose, a Blick ins Grau, die Stadt is laut, die Donau lau. Und irgendwo im Mehlspeisstand liegt heut der Tod im Zuckergwand. Donauwelle, dunkel und süß, Wien tanzt weiter, merkt gar nix. Doch… Read more →

Kaiserschmarrn-Kartell

Kaiserschmarrn-Kartell In da Großküch’n liegt a Mann im Mehl,Puderzucker, Blut und a bissl zu vü G’fühl.Der Mantler, der Kaiser vom Schmarrn,liegt still zwischen Säcken – und koan Mensch fragt warum. Die Neonröhren summ’n wia a Lied ohne Herz,Wien riecht nach Vanille und a bisserl nach Schmerz.Und der junge Inspektor steht bleich in da Tür:„Heast Wachter… des wird ka normaler Mord… Read more →

Wenn wir zusammenstehen – „Wenn die Deutschen zusammenhalten, so jagen sie den Teufel aus der Hölle” (Otto von Bismarck)

Wenn wir zusammenstehen – „Wenn die Deutschen zusammenhalten, so jagen sie den Teufel aus der Hölle” (Otto von Bismarck) Durch Täler, Städte, Felder, Windzieht eine Stimme durch das LandAus vielen Wegen wird ein Pfadwenn Mut und Hoffnung sich vereint Aus leisem Wort wird fester Klangaus vielen Herzen wird ein GangUnd was getrennt im Schatten lagsteht plötzlich auf im neuen Tag… Read more →

Zwei Wege – Ein Gericht / Two paths – One court

Zwei Wege – Ein Gericht Zwei Männer gingen durch dieselbe Stadt,unter demselben Himmel, im gleichen Takt.Der eine trug Licht in seinem Blick,teilte sein Brot, gab Hoffnung zurück.Er wählte Milde statt lauten Gewinn,hörte das Herz, nicht nur den Sinn.Wenn andere fielen, blieb er stehn,half ihnen auf, ließ sie weitergehn. Der andere ging mit erhobener Brust,sprach nur von Stärke, sprach nur von… Read more →

Die Brüder im Schatten / The Brothers in the Shadow

Die Brüder im Schatten An der Heiligen Straße nach Eleusiszogen sie schweigend durch Staub und Zeit,ein Schwur in der Nacht, ein Blick ins Licht,ein Kreis aus Geheimnis und Ewigkeit.Demeter weinte um Persephone,Hades hielt sie im dunklen Land,doch wer das Telesterion sah,kehrte verwandelt zurück ins Leben. Ein innerer Kreis, ein äußeres Tor,ein Zeichen im Sand, ein flüsterndes Wort. Brüder im Schatten,… Read more →

Klang der Freiheit / Sound of Freedom

Klang der Freiheit Ein Raum ohne Fenster, ein Bildschirm voll Schuld,Nummern statt Namen, die Wahrheit verhüllt.Er sieht ihre Augen, so viel zu klein,für eine Welt, die grausam kann sein.Ein Junge gerettet, doch die Nacht bleibt stehen,denn irgendwo schreit noch ein Herz ungesehen. Akten schließen, Grenzen zieh’n,doch Gewissen lassen sich nicht kontrollier’n.Wenn Recht zu langsam, zu leise wird,beginnt der Weg, den… Read more →

Doctor Johannes Faust – Der frühe Bund

Doctor Johannes Faust – Der frühe Bund Ich hab die Zeichen oft gelesen,die Sterne befragt, die Bücher verbrannt.Kein Spruch hielt stand, kein Bild blieb wahr,der Sinn zerfiel mir in der Hand.Die Welt ist eng, der Geist zu schwer,kein Gott antwortet meinem Ruf.Was nützt Erkenntnis ohne Leben?Ich bin mir selbst mein größter Fluch. Da kommt er leise aus dem Dunkel,kein Donner,… Read more →

Tugend zahlt sich aus (Der steinige Weg) / Virtue Pays Off (The Rocky Road)

Tugend zahlt sich aus (Der steinige Weg) Ein Tisch fast leer, die Lampe schwach, die Nächte lang, das Geld zu knapp. Ein Mann schreibt Sätze gegen die Zeit, während draußen der Glanz regiert. Die Kinder lernen früh Verzicht, die Straße glänzt, doch ihres nicht. Die Frau spart Schmuck, spart jeden Traum, doch nicht die Würde, nicht den Glauben. Sie kommen… Read more →

Asphaltierte Haut / Asphalt Skin

Asphaltierte Haut Kettensägen schneiden in die asphaltierte Haut der Stadt, Funken fliegen durch die Straßen, wo man kaum noch Träume hat. Kinderstimmen kreischen laut, doch niemand hört mehr hin, in der Auslage des Lärms liegt der Rabatt auf jeden Sinn. Staub liegt schwer auf dem Verstand, wie ein grauer Schleier aus Beton, dunkle Sakkos – schmutzig geworden, in einem müden… Read more →

Lux Aeterna – Licht der Seelen

Lux Aeterna – Licht der Seelen Lux aeterna luceat eis …Ewiges Licht – leuchte uns heim.Pax eterna – Frieden im Sein. Kerzen glimmen, Schatten flieh’n,Stille zieht durch Raum und Zeit.Was vergeht, bleibt im Versteh’n,und wird Teil der Ewigkeit. Lux aeterna, Licht der Seelen,trage sie sanft in Ruh’ und Sein.Aus allen Wegen, allen Zielen,kehrt alles zum Ursprung heim. Winde flüstern, Wasser… Read more →