Mit dem Rad am Wasser antlang

In der Stille des Augenblicks stand dort plötzlich ein Schiff; ein neugieriger Passant mit Krückstock, den er augenscheinlich u. wahrscheinlich nur mit sich trug, um die täglich notwendige, immer schwer zu erhaltende, Portion an aufmerksamen Mitleid einfordern zu können; so frug er den Kapitän nach seiner Erlaubnis, ob dieser denn auch hier parken dürfe. Dies tat er nicht boshaft, vielmehr durch seine Motivation, der Neugierde, getrieben, forderte er sein Recht auf Auskunft, kindlich, aber bestimmend, ein. Hätte er, der sich der Wirkung seines Krückstockes bewusst, etwas von Körpersprache seitens des Mannes des Wassers verstanden, wäre seine Kommunikationsart sicher in mehr Höflichkeit umgeschlagen, aber die Neugierde kitzelte, u. blendete seine Wahrnehmung u. das Übel nahm seinen Lauf …
Es gibt Übel in Form von schlechter Kommunikation, die man sich als abständiger Mitmensch nicht freiwillig geben muss, so zog er noch schneller von dannen, als er es ursprünglich geplant hatte zu tun; all diese erhofften Stillen, können schneller ein reales Ende finden, als es sich die Vorstellungswelt im Kopf wünschen mag. Ergo: Wer Abstand sucht, braucht ein schnelles Rad.

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