Lyrik: Bogen der Angst

Bogen der Angst

Ein leises Zittern in der Nacht,
ein Ton, der durch die Mauern dringt.
Zu lange wurde nur gewacht,
bis selbst das Schweigen lauter klingt.

Wenn der Bogen der Angst überspannt,
zieht ein Schatten durch das eigene Land.
Passive Gleichgültigkeit, kalt und schwer,
legt sich auf die Straßen wie ein graues Meer.

Man sieht hinweg, man bleibt zurück,
vertauscht die Wahrheit gegen trügerisches Glück.
Doch jede Stille trägt schon den Klang
von einem neuen, entschlossenen Anfang.

Unvorsichtig und überspannt
ist die Saite längst gerissen.
Was man glaubte festzuhalten,
wird sich seinem Griff entwinden.

Wenn der Bogen der Angst überspannt,
fällt die Furcht aus unserer Hand.
Das Wasser wird klar, der Himmel wird weit,
und jeder hisst das Banner des Lebens erneut.

Wenn der Bogen der Angst überspannt,
wird aus Schweigen Widerstand.
Aus der Tiefe steigt ein neuer Mut,
wie ein Feuer unter alter Glut.

Zu lange stand das Wort im Wind,
während wir daran vorübergegangen sind.
Zu lange schien das Dunkel groß,
doch kein Schatten hält uns endlos fest und bloß.

Denn hinter jeder müden Tür
wartet eine Stimme auf ihr Jetzt und Hier.
Und was verloren schien im Lauf der Zeit,
kehrt zurück als Kraft und Wachsamkeit.

Unvorsichtig und überspannt
ist die Saite längst gerissen.
Was man unter Angst begraben hat,
wird sich wieder seiner selbst bewusst.

Wenn der Bogen der Angst überspannt,
fällt die Furcht aus unserer Hand.
Das Wasser wird klar, der Himmel wird weit,
und jeder hisst das Banner des Lebens erneut.

Wenn der Bogen der Angst überspannt,
wird aus Schweigen Widerstand.
Aus der Tiefe steigt ein neuer Mut,
wie ein Feuer unter alter Glut.

Kein Bann bleibt für immer bestehen.
Kein Nebel kann die Wahrheit verdrehen.
Wenn der erste klare Morgen beginnt,
erinnert sich jeder daran, wer wir sind.

Nicht das Schweigen hält uns zusammen,
nicht die Angst und nicht die alten Namen.
Was uns trägt, ist der Wille zum Licht,
denn das Leben ergibt sich der Dunkelheit nicht.

Wenn der Bogen der Angst überspannt,
fällt die Furcht aus unserer Hand.
Das Wasser wird klar, der Himmel wird weit,
und jeder hisst das Banner des Lebens erneut.

Wenn der Bogen der Angst überspannt,
erwacht das Herz im eigenen Land.
Aus der Tiefe steigt ein neuer Mut,
und das Banner des Lebens steht in der Glut.

Die Saite ist gerissen.
Der alte Klang verweht.
Das Wasser ist klar geworden.
Das Leben steht.

S.

Song: https://www.ganjingworld.com/s/JmVpWOEmOW