Lyrik: Plötzlich und unerwartet

Plötzlich und unerwartet

Plötzlich und unerwartet,
ein Flüstern zieht durch die Nacht.
Was gestern noch als Wahrheit galt,
verliert im Morgen seine Macht.

Die Nacht gibt ihre Schatten preis,
das Vertrauen schwindet still.
Was gestern niemand wissen durfte,
steht heute da, ganz ohne Hüll‘.

Im Licht der Sonne wird es klar,
was lange tief verborgen lag.
Die Wahrheit trägt ein fremdes Kleid,
und jeder wartet auf den Tag.

Wer spricht die Wahrheit?
Wer spielt das Spiel?
Wer kennt die Regeln?
Wer kennt das Ziel?

Ein Narrativ für Narren,
ein Schauspiel ohne Schluss.
Wer hinter Masken Wahrheit sucht,
erkennt den Selbstbetrug.

Plötzlich und unerwartet,
fällt der Vorhang Stück für Stück.
Was man uns gestern noch versprach,
kehrt heute nicht zurück.

Plötzlich und unerwartet,
dreht der Wind, die Maske fällt.
Zwischen Wahrheit und der Lüge
steht eine sonderbare Welt.

Die Faschingszeit steht vor der Tür,
die Narren stehen schon bereit.
Sie tragen Masken, bunt und schön,
und nennen Täuschung Wirklichkeit.

Wahrheit, Lüge, gut vermengt,
serviert mit einem Lächeln.
Wer gestern noch die Fäden hielt,
beginnt nun selbst zu schwächeln.

Die einen lachen, andre schweigen,
die Bühne dreht sich immerzu.
Und wer die falschen Fragen stellt,
dem ruft man schnell entgegen: Ruh!

Wer schreibt die Worte?
Wer führt Regie?
Wer spielt den König?
Wer kniet vor ihm?

Ein Narrativ für Narren,
ein Tanz im falschen Licht.
Doch wer die Augen offen hält,
vergisst die Wahrheit nicht.

Plötzlich und unerwartet,
fällt der Vorhang Stück für Stück.
Was man uns gestern noch versprach,
kehrt heute nicht zurück.

Plötzlich und unerwartet,
dreht der Wind, die Maske fällt.
Zwischen Wahrheit und der Lüge
steht eine sonderbare Welt.

Wer besteht?
Der mit Gespür.

Wer erkennt?
Was hinter der Tür?

Wer noch denkt,
wenn alles schweigt?

Wer noch fragt,
wenn niemand zeigt?

Plötzlich und unerwartet,
bricht das Licht durch dunkle Zeit.
Keine Maske hält für immer,
keine Lüge bleibt befreit.

Plötzlich und unerwartet,
endet irgendwann das Spiel.
Nicht der Lauteste besteht,
sondern der mit dem Gespür.

Die Nacht gibt ihre Schatten preis.
Die Sonne steigt.
Die Bühne schweigt.

Ein Narrativ für Narren?

Plötzlich und unerwartet …

S.

Song: https://www.ganjingworld.com/s/wEBea8w4kg