Tugend zahlt sich aus (Der steinige Weg)
Ein Tisch fast leer, die Lampe schwach,
die Nächte lang, das Geld zu knapp.
Ein Mann schreibt Sätze gegen die Zeit,
während draußen der Glanz regiert.
Die Kinder lernen früh Verzicht,
die Straße glänzt, doch ihres nicht.
Die Frau spart Schmuck, spart jeden Traum,
doch nicht die Würde, nicht den Glauben.
Sie kommen mit Versprechen aus Gold,
mit Worten, die man kaufen soll.
„Schreib uns die Wahrheit, wie wir sie brauchen“ –
doch er bleibt still und bleibt sich treu.
Er hält stand, auch wenn der Weg steinig ist,
verkauft kein Wort, vergisst sich nicht.
Die Wahrheit trägt ihn durch die Zeit,
auch wenn sie langsam wirkt, nicht schreit.
Tugend zahlt sich aus, nicht sofort,
doch sie findet immer ihren Ort.
Die großen Häuser klopfen an,
mit Macht, mit Druck, mit falschem Plan.
PR und Parolen, sauber verpackt,
doch der Preis ist zu hoch für seine Hand.
Er sagt Nein, wieder und wieder,
bleibt arm an Geld, doch reich an Rückgrat.
Sein Stift bleibt frei, sein Blick bleibt klar,
auch wenn der Winter länger war.
Was nützt der Ruhm, wenn er dich bricht,
wenn jedes Wort sein Gewicht verliert?
Er bleibt bei dem, was wahrhaft zählt,
auch wenn der Weg sich endlos dehnt.
Er hält stand, auch wenn der Weg steinig ist,
kein schneller Sieg, kein fauler Kompromiss.
Die Wahrheit wächst im Stillen heran,
bis man sie nicht mehr überhören kann.
Tugend zahlt sich aus, wenn man bleibt,
wenn man nicht kniet vor der falschen Zeit.
Ein Verleger liest und schweigt ganz lang,
sieht mehr als Markt, sieht Substanz.
„Schreib weiter so, wie du es tust,
die Welt hat Hunger nach Wahrheit und Mut.“
Das Buch geht raus, von Hand zu Hand,
wie Feuer in trockenem Land.
Er hielt stand, und die Welt hört zu,
weil Wahrhaftigkeit selten ist, nicht laut, sondern wahr.
Die Texte werden Kompass und Halt,
verändern Herzen, verändern die Zeit.
Tugend zahlt sich aus – für ihn, für uns,
für eine Gesellschaft mit Rückgrat und Grund.
Nicht jeder Weg ist leicht.
Doch jeder aufrechte Schritt zählt.
S.
Song: https://www.ganjingworld.com/s/1kAR8ONzAG
Virtue Pays Off (The Rocky Road)
A table nearly bare, a flickering light,
long, restless nights, the money too tight.
A man writes sentences against the clock,
while outside glitter rules the block.
The children learn early how to do without,
the street may shine, but not their route.
She saves her jewelry, saves every dream,
but not her dignity, not her belief.
They come with promises dipped in gold,
with words they think can all be sold.
“Write us the truth the way we need”—
but he stays silent, stays true indeed.
He stands his ground though the road is rough,
sells not a word, won’t trade himself off.
Truth carries him through time and tide,
even when it whispers, never cries.
Virtue pays off — not right away,
but it always finds its place someday.
The big houses knock upon his door,
with power, pressure, schemes galore.
PR and slogans, polished and clean,
but the price is too high for his pen.
He says no — again, again,
poor in cash, but rich in backbone.
His pen stays free, his vision clear,
even when the winter lingered here.
What’s fame worth if it breaks your spine,
if every word no longer weighs its time?
He stays with what truly matters most,
even when the road seems endless, close.
He stands his ground though the road is rough,
no quick win, no hollow bluff.
Truth grows quietly, out of sight,
until it can’t be ignored by night.
Virtue pays off if you remain,
if you don’t kneel to a crooked age.
A publisher reads and stays real still,
sees more than markets — sees the will.
“Keep writing just the way you do,
the world is hungry for truth and courage too.”
The book goes out from hand to hand,
like fire across a thirsty land.
He stood his ground, now the world listens in,
for honesty is rare — not loud, but real.
The words become a compass, a guide,
changing hearts, reshaping time.
Virtue pays off — for him, for us,
for a society with spine and trust.
Not every road is kind.
But every upright step counts.
S.
Song: https://www.ganjingworld.com/s/GJOBvVwrYk