Am Brandenburger Tor
Am Tor gestanden,
im kalten Abendlicht.
Die Stadt hielt kurz den Atem an,
doch die Geschichte schweigt nicht.
Am Tor gestanden,
in die Augen der Menschen geblickt.
Manche wirkten nah und freundlich,
manche fremd und streng entrückt.
Uniformiert und doch verschieden,
ein Lächeln für die Zeit.
Ein Foto für die Ewigkeit,
doch dahinter liegt viel Leid.
Die Fahnen wehten leise,
der Himmel grau und schwer.
Und zwischen Stein und Straßenklang
kam alte Unruh wieder her.
Brandenburg ist am Versanden,
die Steine tragen schwer.
Die Welt ist tief verstrickt,
und schweigt dabei so sehr.
Im Osten stand die Mauer,
im Westen klang das Wort.
Doch Freiheit war nicht selbstverständlich
an diesem alten Ort.
Die Schritte vieler Menschen
verloren sich im Wind.
Und jeder Platz erzählt davon,
wie schnell wir blind geworden sind.
Die Obrigkeit war stets am Sieden,
wenn Menschen aufrecht gehen.
Doch wer die Wahrheit sehen will,
muss durch die Schatten sehen.
Am Brandenburger Tor,
wo Geschichte Wunden trägt,
steht die Frage noch im Wind,
wohin die Zukunft geht.
Am Brandenburger Tor,
zwischen Macht und Menschlichkeit,
öffnet sich ein alter Weg,
die Welt ist jetzt bereit.
China glänzt in fernen Bildern,
doch der Glanz ist oft nur Schein.
Wenn Menschen leise werden müssen,
darf kein Herz verschlossen sein.
Ein Blick, ein Gruß, ein kurzer Moment,
und doch bleibt etwas da.
Was man nicht laut sagen durfte,
wird im Schweigen offenbar.
Und wer nur Handel sehen will,
sieht nicht den Menschen dort.
Denn jedes Schweigen hat Gewicht,
und jede Angst kennt ihren Ort.
Die Welt zählt ihre Zahlen,
sie kauft, sie baut, sie dreht.
Doch wer fragt nach den Seelen,
wenn ein System auf Menschen steht?
Die großen Hände reichen sich,
im Licht der Diplomatie.
Doch hinter jedem roten Teppich
liegt oft eine stille Knie.
Die Tore waren einmal geschlossen,
die Stimmen eingezäunt.
Doch jede Mauer fällt irgendwann,
wenn ein neuer Morgen träumt.
Am Brandenburger Tor,
wo Geschichte Wunden trägt,
steht die Frage noch im Wind,
wohin die Zukunft geht.
Am Brandenburger Tor,
zwischen Macht und Menschlichkeit,
öffnet sich ein alter Weg,
die Welt ist jetzt bereit.
Offen ist es nun schon wieder,
doch offen heißt nicht frei.
Solang ein Mensch noch schweigen muss,
geht unser Weg vorbei.
Kein Reich besteht für immer,
kein Schatten hält das Licht.
Wer Augen wirklich öffnen kann,
vergisst die Menschen nicht.
Und wenn die Nacht auch lange dauert,
wenn Mut im Stillen brennt,
dann wird aus einem leisen Blick
ein Wort, das Grenzen sprengt.
Am Brandenburger Tor,
heben Stimmen sich empor,
nicht aus Hass und nicht aus Zorn,
sondern weil Hoffnung neu geboren.
Am Brandenburger Tor,
steht die Welt im Abendkleid,
zwischen gestern und dem Morgen,
für mehr Wahrheit, mehr Menschlichkeit.
Am Brandenburger Tor,
wo die alte Wunde spricht,
lernen wir vielleicht aufs Neue:
Ohne Wahrheit gibt es Frieden nicht.
Am Tor gestanden,
in die Augen der Menschen geblickt.
Und tief im stillen Herzen
hat sich die Welt ein Stück verrückt.
S.
Song: https://www.ganjingworld.com/video/1ijdfmurfd72JozsumPl0DAMF1641c