Schreibend in mein Skizzenbuch im Lorla in Kronach

Schreibend in mein Skizzenbuch im Lorla in Kronach. Das muss 2016 gewesen sein u. es ist immer wieder erstaunlich festzustellen, wie flüchtig das Leben u. wie unveränderlich das stetige Dahinfließen der Zeit ist, dies uns verändert, uns anders über Dinge nachdenken lässt und sogar manche festgeglaubten Grundsätze durch das Abschleifen vom Leben in Staub zerfallen. So wie sich unser Schriftbild verändert, so unterliegen auch wir einer stetigen u. irreversiblen Veränderung.

Obwohl doch der Frühling 2020 vor unseren Türen steht, so ist doch die Wahrnehmung der so genannten Realität für uns in diesem Jahr sehr plötzlich zu einer Unwirklichkeit transformiert, die eine schwer greifbare surreale Komponente, unter einem von vielen noch nie erlebten Wirklichkeitshorizont erfühlen lässt, ohne es zu vermögen, dies konkret beschreiben zu können. Mathematisch könnte man behaupten, wir streben tendenziell gegen eine starre Hoffnungslosigkeit mit der Eigenschaft einer passiven »ich-erdulde-es-Haltung«. Doch in all der geglaubten Hoffnungslosigkeit ist die Hoffnung doch so oft am nächsten, auch, wenn diese sich nicht unserem kühlen wissenschaftlichen Blick sogleich offenbart, so ist in der Ebene darüber – Metaebene – vielleicht mehr in Bewegung, als uns unsere eigene Duldungsstarre glaubhaft machen mag. BTW: Ich schreibe viel lieber in mein Skizzenbuch als hier am iPhone mit der Minitastatur; aber ihr seid es mir halt einfach WERT, denn ihr alle seid wertvoll 🙏

Stenor aus Cranach (SaC)

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