Getragen vom Ostwind
Wie schwer die Last der Historie wiegt,
kaum zu fassen, wie ein Vogel fliegt.
Gedanken voll Staub vergangener Zeit,
doch hoch über allem beginnt Leichtigkeit.
Kein Ruf der Märkte, kein goldener Schein,
nur Himmel, nur Weite – ich darf frei sein.
Die Erde wird kleiner, der Lärm verweht,
wenn der Wind durch die Federn geht.
Im Hier und Jetzt, kein Blick zurück,
kein Rechnen mehr, kein altes Stück.
Nur Atem, nur Raum, nur Gegenwart –
der Himmel öffnet sich zart.
Schwebend leicht, vom Wind getragen,
dort oben zählen andere Fragen.
Kein Ballast, kein Gewicht der Zeit,
nur Klarheit, nur Unendlichkeit.
Der Ostwind brennt kalt im Gesicht,
doch er löscht die Zweifel nicht.
Auf nach Süden, dem Licht entgegen –
der Himmel wird uns Flügel geben.
Alles Kommerzielle fällt wie Staub,
kein Besitz, kein alter Glaube.
Die Luft so klar, fast eisig rein,
als dürfte die Seele neu geboren sein.
Fernab des Trubels, fern vom Muss,
kein Zwang, kein Druck, kein Überfluss.
Nur Stille zwischen Schlag und Schlag –
und Fragen, die man fühlen mag.
Und was bleibt von all der Geschichte,
wenn man sie von oben betrachtet?
Vielleicht nur Linien im Sand,
die der nächste Wind entfachtet.
Schwebend leicht, vom Wind getragen,
dort oben zählen andere Fragen.
Kein Ballast, kein Gewicht der Zeit,
nur Klarheit, nur Unendlichkeit.
Der Ostwind treibt uns Stück für Stück,
fort von Schwere, fort vom Druck.
Auf nach Süden, dem Licht entgegen –
der Himmel wird uns Flügel geben.
Wie schwer die Last der Historie wiegt …
bis der Vogel wieder fliegt.
S.
Song: https://www.ganjingworld.com/s/08ZE9l3xpW