Sprache – Kunde oder nicht?

Lieber C. K.,

unsere Gesellschaft scheint polarer zu werden. Hier ist es nur legitim, wenn Sie ihren Nachnamen alle Ehre zollen wollen und versuchen diese inhomogene Masse von einzelnen Individuen wieder stärker miteinander zu verbinden, zusammen zu kleben. Nur scheint mir, dass dieser Vorgang des Kitten-Wollens, lediglich ein frommer Wunsch bleiben wird, denn die Polarisierung schreitet in einem sich immer deutlicher abzeichnenden Maße voran, so dass es selbst der stärkste rhetorische Kleber nicht mehr vermag zu verbinden. „Sprache – Kunde oder nicht?“ weiterlesen

Gedankenechos – ZeitZeichen: etwas Meinung

Zitat des Tages: „Die deutschen linken Intellektuellen, die zum Teil ihr eigenes Volk nicht lieben können und nicht leiden mögen, irren sich, wenn sie glauben, weil sie selbst auf die Nation verzichten können, sollten auch die übrigen 98 Prozent des deutschen Volkes darauf verzichten.“

(Helmut Schmidt – SPD, 1991)

Anmerkung: Wenn der Frosch im Wasser sitzt, das langsam, aber stetig, erhitzt wird … So oder so ähnlich kommt es einem vor, wenn man diese Zeilen von H. Schmidt, den ich als politischen Menschen sehr schätzte, liest. So manch einer würde bei dieser Aussage heute Schnappatmung bekommen; ich vermute, dass es uns so ergeht, wie es dem Frosch im Wasser erginge, wenn die Temperatur erhört werden würde – ich liebe den Konjunktiv. „Gedankenechos – ZeitZeichen: etwas Meinung“ weiterlesen

ZeitZeichen (über die Wahrheit)

Wir sehen,
wir stehen,
erst am Beginn –
es ergibt wirklich Sinn.
Gedanken-Roulett‘,
nach dem Schlaf, aus dem Bett.
Dunkelkammer-Denken,
wen die Aufmerksamkeit schenken?
Wenn Argumente fehlen,
wie ein Dieb, alles zusammen-stehlen.
Wahrheit immer, erblickt,
das Licht, sie ist geschickt.
Geschickt von oben?
In den Lokus gelogen.
Keiner liebt es, manipuliert zu werden;
Es häufen sich, die Beschwerden.
Negativer Wachstum – Wortmagie betrieben.
Doch am Ende ist nur die Wahrheit geblieben.

SNS

Abstand, Stille – alles Fremde

Ist es der fromme Wunsch nach Abstand?
Abstand zur Welt,
Abstand zu den Menschen,
Abstand zu sich selbst?
Stille,
Gespenstische Ruhe;
Kleine Momente der Aufregung;
Fußgänger kreuzen lethargisch den Weg;
Gefangen mit den Blicken auf sich selbst.
Eine Überforderung des in sich gekehrt seins;
Stille, Abstand, „Abstand, Stille – alles Fremde“ weiterlesen