Das lyrische Tagebuch: Sch-innland

Die Welt entkleidet sich selbst. Maßstäbe ohne Inhalt – Richtung vertauscht. Masken sind schon lange gefallen im Niemandsland – Sondermüll ohne Beachtung. OTAN zeigt seine sinnfreie Bestimmung; sucht nach dem Sinn, den es nicht mehr gibt. Perestroika sucht Glasnost; u. Glasnost ruft nach Genschman. – Die tristen, öden, gar langweiligen Staatsmänner ihrer Zeit: Wo sind sie nur verblieben? Roter Pullunder:… Read more →

Parsifal im Alltag der Medien- u. Politik-Weltsicht

“War es ein Fluch, der dich vom rechten Pfad vertrieb, so glaub’, er ist gewichen.” So Gurnemanz in der Oper Parsifal von Richard Wagner. Im Herbst wird sich das parsifaliazinische Rätsel lösen; vielleicht nicht nur dieses, sondern auch noch jenes. Aber vielleicht blicken auch die meisten völlig enträtselt in die Welt – da sich bereits alle Rätsel des Diesseits in… Read more →

Die Lunte brennt

Die Intellektuellen auf der Flucht, rote Herzen an der Macht. Die Gier befriedigt nicht mehr diese Sucht, dunkel ist’s geworden, vielerorts die schwarze Nacht. Der verrückte Geist geht um, die Lunte brennt. Draußen jetzt der Wahnsinn lauthals lacht – nach Osten ziehen: in die große Schlacht. Keiner mehr den Nachbarn kennt. Freudentränen unter falschem Schein; das Theaterstück im vollen Gange.… Read more →

Per pedes

Per pedes: auf des Schusters Rappen träumen sie sich durch die Welt. Lastenrad und Höhenfeuer im Dunkeln alle dappen wie wenig er jetzt doch besitzt – freudig, aber ohne Geld. Der Kobold an den Polen nagt ganz high und auf der rosaroten Wolke; keiner mehr den Sinn erfragt, arm und hungrig ists dem Volke. Ein Narr, wer den Humor verloren,… Read more →

Das Undenkbare wir jetzt gedacht

Im Niemandsland von Angst u. Schrecken – am Grenzzaun der Apokalypse-Industrie – wird sie gedruckt – die unlesbare Prawda von Wokistan; nicht auf Papier, nicht in den tiefen des unsozialen Netzes, geschrieben, nein, gedruckt u. gebrannt in die Herzen u. in die Gehirne, in die Seelen derer, die die Emotion benötigen wie den täglichen Schuss, um zu überleben, um den… Read more →

Was wir sind u. was nicht

Wir sind satt und trotzdem hungern wie nach vielem. Uns dürstet es nach dem, was man früher mal die Normalität nannte, die es heute nicht mehr gibt. Ge-cancelt, Re-setting – das niemand will: Aber wer ist schon niemand? Keiner und dennoch alle, alle außer Ein-Prozent, das keiner persönliche kennt, aber jeder spürt. Wir sind satt und spüren nichts. Jeder sehnt… Read more →

ZeitZeichen Lyrik

Tausend tote Reiter stehen vor dem Tore. Blind und voller Eifer ruft die Prominenz im Chore. Wie schwer der Geist wie seicht das Wissen: Um all derer Dinge; eng das Herzen und fest zieht sich die erlösende Schlinge. Wahrheit – einst ein großes Wort. Doch so einfach und so dunkel vor dem Tore steht der düstre Lord. Gesponnen das Gespinst… Read more →