Ein Brief an A.

Hallo A.,

danke für Deine Antwort. Habe nicht erwartet, dass Du auch die Zeit für ein paar Zeilen finden würdest. Vielleicht geht es Dir ja auch so wie mir. Dank – will ich jetzt nicht sagen – sagen wir lieber – den Umständen der Zeit geschuldet – findet sich doch die ein oder andere Veränderung im Hamsterrad des Lebens ein. Man denkt, fühlt und vielleicht sogar handelt man anders, seit uns Corona ereilte – manche sprechen ja sogar vom China-Virus, Wuhan-Virus oder KPCh-Virus, aber egal, wie wir ihn titulieren, er hat verändert und er verändert noch; vielleicht verändert er sich selbst auch noch? Die Zeit und wie wir sie nutzen, wie wir sie füllen, mit was wir uns beschäftigen, das befindet sich alles in einer großen Veränderung – notgedrungen. Vielleicht ist das sogar einer der positiven Aspekte, wenn man das überhaupt so, bei dieser ganzen Tragik, sehen und sagen kann. „Ein Brief an A.“ weiterlesen

Gedankenechos

Alles muss gesagt, alles muss geschrieben werden dürfen; nur, wenn alle Gedankengänge offen liegen, können sie durch den Dialog mit Argumenten verbessert oder korrigiert werden. Das nennt sich Fortschritt. Wer diese Grundprinzipien verändert, der bereitet den Weg für eine gesellschaftliche und geistigen Ödnis vor. Das nennt sich dann Rückschritt mit der Konsequenz: Exodus.

Ein Brief: H.

Servus H.,

Menschenskinder, wie die Zeit vergeht! Als wir uns das letzte Mal begegnet sind, fanden wir nicht viel Zeit, uns zu unterhalten. Vielmehr hast Du mich gleich in Dein Vorhaben mit hineingezogen, als sei es das normalste von der Welt und wir waren im Schloss auf der Suche nach A. Viele Stufen mussten wir nach oben in die höheren Stockwerke, im schnellen Schritt, Du vorauseilend, ich folgte Dir im ebenfalls schnellen Schritt. Ich hatte ja A. jetzt selbst auch schon mehrmals getroffen, weiß immer noch nicht so recht, was ich von ihr halten soll, aber ich glaube, sie hat sich verändert, wahrscheinlich mehr zum Schlechten hin, aber bei ihrer Vorgeschichte, wundert mich das jetzt nicht. „Ein Brief: H.“ weiterlesen

Buch des Tages

Das Blaue Buch – Geheimes Kriegstagebuch 1941 – 1945 von Erich Kästner.

Lesen bildet den Geist; der Geist ist unser Kapital; für die Freiheit von Wort u. Schrift – Zeiten von Bücherverbrennungen (u. wenn diese „nur“ von rhetorischer Natur sind), dürfen nie wieder geschehen.

Als dieses Buch entstand, wurde es im Verborgenen geschrieben, denn er durfte nicht mehr publizieren, die Nazis hatten seine Bücher verbrannt: er war somit verboten. Kästner lebte trotzdem in Deutschland weiter, erlebte den Aufstieg u. den Untergang des Dritten Reiches hautnah mit. „Buch des Tages“ weiterlesen

Gedankenechos

Noch nie war das Schweigen so laut. 2020 stellt Weichen; am Fundament wird gegraben. Welche Werte-Steine gesetzt werden, ist noch offen. Meinungsfreiheit, Menschenrechte wären gute Grundsteine. Noch stehen Platzhalter auf diesen tragenden Steinen; es entscheidet sich viel zurzeit.

Caledonia

Als ich Schottland sah, da wusste ich sofort,
dies ist ein ganz besonderer und ein heiliger Ort.

Viele Male ich durch dessen karge Täler schritt.
Kummer im Herzen und unsagbare Schmerzen ich erlitt.

Die Einfachheit und Schönheit dieser einzigartigen Natur.
Spürt und fühlt dort – im tiefsten Herzen – jede Kreatur.

Manche Dinge erkennt man erst auf dem zweiten Blick.
Vielleicht ist dies – Gottes – ganz besonderer Trick.

Man muss nur mit offenen Augen die Dinge sehen.
Alles wird deutlich, und man kann nur noch verstehen.

Auszug aus: Eine kurze Geschichte zur Unzeit

Man regiert nicht über ein Land, man hat es immer mit Menschen zu tun; man übernimmt Verantwortung für das Land und schützt seine Menschen. Es sind nicht Texte und Gesetze, die die Richtung weisen, es ist das Herz der Mitmenschlichkeit, das uns die Richtung vorgibt. Niemals ist es ein Mensch, es ist die Moral und das Gebot Gottes, das uns verpflichtet. Keine Ideologie kann höher sein als das Wort „Auszug aus: Eine kurze Geschichte zur Unzeit“ weiterlesen