Weimar

Welch freudig Wonn’, ich seh’,
Wenn ich an besagtem Orte steh’.
Ein Singen u. ein Hoffen,
Schlaftrunken, wie hat es mich getroffen!
 
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Mit dem Rad am Wasser antlang

In der Stille des Augenblicks stand dort plötzlich ein Schiff; ein neugieriger Passant mit Krückstock, den er augenscheinlich u. wahrscheinlich nur mit sich trug, um die täglich notwendige, immer schwer zu erhaltende, Portion an aufmerksamen Mitleid einfordern zu können; so frug er den Kapitän nach seiner Erlaubnis, ob dieser denn auch hier parken dürfe. Dies tat er nicht boshaft, vielmehr durch seine Motivation, der Neugierde, getrieben, forderte er sein Recht auf Auskunft, kindlich, aber bestimmend, ein. Hätte er, der sich der Wirkung seines Krückstockes bewusst, etwas von Körpersprache seitens des Mannes des Wassers verstanden, wäre seine Kommunikationsart sicher in mehr Höflichkeit umgeschlagen, aber die Neugierde kitzelte, u. blendete seine Wahrnehmung u. das Übel nahm seinen Lauf …
Es gibt Übel in Form von schlechter Kommunikation, die man sich als abständiger Mitmensch nicht freiwillig geben muss, so zog er noch schneller von dannen, als er es ursprünglich geplant hatte zu tun; all diese erhofften Stillen, können schneller ein reales Ende finden, als es sich die Vorstellungswelt im Kopf wünschen mag. Ergo: Wer Abstand sucht, braucht ein schnelles Rad.

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Über das Schreiben

Schreiben ist die tägliche Flucht von einer Welt in eine andere – einer schöneren, einer selbstbestimmteren; manchmal verselbstständigen sich aber auch diese Welten u. es obliegt unserem Innersten, Unbekannten, wie die Geschichte darin verläuft – Unsichtbares wird sichtbar.
 
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Wer sind wir?

Die Stille des Wassers,
Wie ein Spiegel für unser Selbst.
Beim Anblick,
Eitelkeit?
Ekel?
Beides möglich;
Beides abhängig von der Zeit;
Tief, hoch, keiner es sieht;
Bunt die Haare,
Eigentum ist verpönt;
Gesonnt im Antlitz der Reichen;
Keine Tugend, kein Gesicht.
Furchen durchziehen,
Geist, die Seele gebrochen.
Freudig hinauf in die Höh‘,
Selbsterkenntnis u. Tradition,
Führen zurück;
Himmel ist barmherzig,
Farbe aus den Haaren gewaschen;
Gesicht glänzt rosarot;
Freudentränen für all die Zeit;
Jetzt für den Blick in des Wasser-Spiegels,
Bereit, bis in alle Ewigkeit.

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Ruhe

Ruhe, ein Farbklex in einer grauen Welt.
Stille, das Wasser sucht u. findet seinen Weg.
Frei von Gedanken, der Dao blickt auf, das Herz schlägt unbewegt.
Freude, tausend Jahre in einem Augenblick.

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Newsletter von der IGFM: Hongkong: Sicherheitsgesetz ist Gefahr für China-Kritiker weltweit

Da ich selbst Mitglied bei der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte – Deutsche Sektion e.V.) bin u. mir die Menschenrechte seit Jahren sehr am Herzen liegen, veröffentliche ich auch hier den aktuellen Newsletter der IGFM zur aktuellen Situation in Hongkong.

Solidarität ist nicht nur ein Wort, es ist eine Verantwortung für alle, die Menschlichkeit u. Mitmenschlichkeit in sich tragen. Als ein gläubiger Mensch in Bayern ist es meine Pflicht dieses Wort Solidarität mit Leben zu füllen; würde ich dies nicht tun, wäre jedes weitere Reden sinnlos.

Und die Werte, die sich hinter dieser Solidarität befinden, lauten: Menschenrechte, Nächstenliebe, Demokratie, Gewissen, Frieden, Freiheit …


„Bundesregierung muss Auslieferungsabkommen mit Hongkong kündigen“

IGFM: Sicherheitsgesetz ist Gefahr für China-Kritiker weltweit

Frankfurt am Main, 07. Juli 2020 – Seit 1. Juli 2020 gilt in Hongkong das umstrittene Sicherheitsgesetz. Handlungen, die von der Volksrepublik China unter anderem der Sezession, dem Terrorismus oder der Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten zugeordnet werden, können mit bis zu lebenslanger Haft bestraft werden. Bereits am ersten Tag wurden Menschen wegen angeblicher Verstöße verhaftet. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert das Gesetz aufs Schärfste und fordert die Bundesregierung auf, dem kanadischen Vorbild zu folgen und das Auslieferungsabkommen mit Hongkong aufzukündigen. Außerdem kämen die Hinweise des Auswärtigen Amtes, vorsichtig bei politischen Äußerungen zu China zu sein, einem Aufruf zur Selbstzensur gleich. Solch eine Aussage bezeichnet die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation als „beschämend für eine freiheitliche Demokratie“. „Newsletter von der IGFM: Hongkong: Sicherheitsgesetz ist Gefahr für China-Kritiker weltweit“ weiterlesen

Das Arbeitszimmer von Johann Wolfgang von Goethe in Weimar

Das Arbeitszimmer von Johann Wolfgang von Goethe in seinem ehemaligen Wohnhaus in Weimar, am Frauenplan gelegen. Weimar ist zu einem Ort geworden, den ich mehrmals im Jahr besuche – meine liebe Bettina ist ja eine gebürtige Weimarerin u. ich habe sie und die Stadt der Dichter u. Denker, tief in meinem Herzen tragend, sehr lieb gewonnen. Eigentlich sollte sich jeder Landsmann u. Landsfrau Weimar mindestens einmal im Leben anschauen u. den Geist dieses Ortes – Weimar – auf sich wirken lassen; ich bin mir ja dessen bewusst, dass sich die Zeiten u. auch das Verhalten der Menschen ändert, weniger Bücher gelesen werden u. alles schneller gehen muss; leider geht dabei sehr oft der Tiefgang verlohren. „Das Arbeitszimmer von Johann Wolfgang von Goethe in Weimar“ weiterlesen

Wenn Steine sprechen könnten

Wenn Steine sprechen könnten – müssten wir vielleicht doch auch erstmal wieder lernen zuzuhören? Ich mag diese Art von Aufnahmen – Motive – sehr. Denn obwohl sie sehr konkret ist, beinhaltet – zeigt – sie einen gewissen Grad an Abstraktion; wenn etwas zu konkret – zu absolut – ist, bleibt wenig Spielraum für unsere Phantasie u. häufig stimmen dann diese Dinge auch nicht mehr. Durch unsere Augen, besser gesagt durch unser Gehirn, werden die Dinge konkret – individuell konkret. Aber, wie konkret wir es auch immer gern‘ hätten, die Unschärfe der Veränderung bleibt. Wenn Steine sprechen könnten, müssten wir wohl sehr konkret das Zuhören – wieder (?) – lernen.

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Zeitzeichen

Fremd.
Die Nacht bricht an.
Schritte,
Leise wie der Wind.
Bur das Kinde,
In der Ferne,
Wo Freund u. Geind,
Gemeinsam sind.

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Literatur, die Basis für Innovation?!

Die Firma Dr. Schneider in meinem Heimatdorf Neuses b. Kronach prägt schon sehr lange das Bild u. bereichert die Region Kronach. Oberfranken kann viel an Know-how und Firmen, Hochschulen u. Universitäten vorweisen u. im Bereich Forschung u. Entwicklung bewegt sich sehr viel bei uns. Ich lebe gern in dieser Region u. als universitärer Mensch sagt mir die Gesamtkonfiguration sehr zu in unserem schönen Oberfranken. Was mir speziell in Kronach noch etwas fehlt, was wir noch etwas besser machen könnten, – ich hoffe, wenn die HS in Kronach ihren Regelbetrieb aufnimmt, dass sich dies dann ändert – ist der Aufbau einer Literatur- u. Kunstszene. Warum? „Literatur, die Basis für Innovation?!“ weiterlesen

Bamberger Eckla

„Bamberger Eckla“. Gestern Abend beim Ausgehen in Bamberg, bin ich durch diese Gasse geschritten; die Stimmung in der Stadt an diesem Donnerstagabend gegen 19:30 Uhr war inspirierend für mich. Es war wieder, ich nenne es mal „Cloud-Leben“, in der Stadt wahrnehmbar; aber es gibt dann doch auch noch – im Gegensatz dazu – die Orte von Stille u. Ruhe. Sehr angenehm u. ausgewogen wirkte diese Gesamtkonfiguration an Leben auf mein durch Corona etwas auf Abstand getrimmtes Selbst- u. Wahrnehmungsgefühl. Insgesamt gesprochen sagt mir die Heimat Oberfranken, ob Bamberg, Kronach …, mit ihren sich mir zeigenden Darstellungsräumen, als sich mir ausgesprochen wohltuend, zu.

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