Analog macht auch Spaß

Analog macht auch Spaß. Es entschleunigt ungemein, denn von der Aufnahme bis zum Begutachten der Photos vergehen einige Tage, manchmal auch Wochen. Bin gespannt auf die Heimatphotos, denn hier in Kronach knipse ich auch analog. Ich bin gespannt…

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Skizzenbuch u. Gedanken zur/über die Heimat

Skizzenbuch u. Gedanken zur/über die Heimat verdichten u. vor- u. nachdenken. Dabei den Podcast: Einfach Kunst von @stadtkronach (Instagram) hören. Thema: Christus u. die Samariterin am Jakobsbrunnen. Im Gespräch: Alexander Süß mit @hofmann_kronach (Instagram) (1. Bürgermeisterin der Stadt). Spannend, inspirierend u. vor allem informativ. Lucas Cranach d. Ä. u. Werke von ihm sah ich bereits weltweit. Hier drei Werktipps von mir:

1) Der Jungbrunnen in der Gemäldegalerie in Berlin – zweimal waren wir dort, um dieses Werk anzuschauen. Beim ersten Besuch war es leider verliehen. Ein schönes Werk, das nachdenklich stimmt. Der Wahn nach ewiger Jugend war immer existent; vielleicht heute mehr denn je.

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Gewölk über Thonberg

Gewölk über Thonberg – Blick von Neuses b. Kronach in Richtung Thonberg. Gestern hörte man die Kirchenglocken von Thonberg läuten, heute Mittag nicht, was ein gutes Zeichen für eine Wetterverbesserung ist. Ich liebe ja das schottische Wetter, das wir im Moment auch in unseren Breiten genießen können, aber auch der blaue Himmel mit den schönen weißen Wattewölkchen gefällt mir sehr u. wenn ich der alten Weisheit meiner Oma trauen kann, dann sollte es jetzt wieder etwas schöner werden, denn, wie gesagt, die Glocken von Thonberg konnte ich heute Mittag nicht läuten hören. „Gewölk über Thonberg“ weiterlesen

Zeitzeichen: Analog im digitalen Rahmen

Analog im digitalen Rahmen. Was ist geschehen? Kunst ist ein dehnbarer Begriff u. der Spielraum für Interpretationen ist rel. groß. Kunst entsteht auch – manchmal – spontan u. es liegt oft an der Mischung von unterschiedlichen Parametern u. Gegenständen, die Alltäglichkeiten zu etwas höherem transformieren. Im Atelier H11 in Kronach fanden diese ParaMeter zueinander u. ließen dieses analoge Werk im digitalen Rahmen entstehen. Schwarzer Stuhl mit Text in weiß: weiss lädt zum Nachdenken ein. Der Dualismus in dieser Welt mag verschwinden, um das Geistige dem Profanen mehr Platz einzuräumen. Dem Stuhl mag man nicht sagen müssen, dass er schwarz ist, vielmehr wir der Betrachter durch den Text: weiss irritiert, so dass im »Normalfall« durch diese Irritation ein Konflikt entsteht, der die Betrachter herausreißt aus den profanen Zyklen des Alltäglichen. „Zeitzeichen: Analog im digitalen Rahmen“ weiterlesen

Die Kirche in Zeyern

Ich liebe Kirchen u. ganz besonders das Läuten der Kirchenglocken – Anmerkung: es gibt einen guten Podcast vom BR – Zwölfuhrläuten. Für alle, die dies ebenfalls mögen – u. so halte ich gern‘ die Kirchen auch photographisch fest. Hier sehen wir St. Leonhard in Zeyern. Zeyern erlebte kirchlich ein Auf u. ein Ab. 1632 wurde Zeyern niedergebrannt u. die Kirche trug genauso grossen Schaden mit davon; 1732 wurde die Kirche geweiht u. im selben Jahr wieder durch die Schweden zerstört. 1784 erneut aufgebaut u. eingeweiht u. so können wir sie heute bestaunen. Zu Zeyern gibt‘s einen Spruch, den jeder Kronacher kennt 😉

SaC – Stenor aus Cranach 

Angst u. Vernunft

Angst ist ein ständiger Begleiter;
Sie ist ein grosser u. ein alter Wegbereiter.
Zittern vor zu viel Nähe, Schweiss auf der Stirn.
Blicke huschen umher, gekleidet im teuren Zwirn.
Die Dualität, sie existiert nicht mehr;
Nur noch ein Zustand, das Atmen fällt schwer.
Keine Sanftmut u. keine Güte,
Mechanisch das Interagieren, verwelkt die große Blüte.
Wo sind Vernunft u. Verstand?
Ich schaue weit in das verwelkte Land.
Berge u. Wiesen; „Angst u. Vernunft“ weiterlesen

In Kronach unterwegs

Kronach am Nachmittag; das Wasser gleitet sanft in seinem vertrauten Bette entlang seines festgelegten Weges u. singt die Melodie vom grossen Fluss u. vom Meer. Am grossen Fluss, in dem sich jeder Tropfen dieses Frankenwald-Flüsschens eines Tages übergeben sehen wird, verbrachte ich selbst einst ein paar Jahre u. das Meer, das diese Essenz aus dem Frankenwald aufnimmt, sah ich von beiden Seiten, von unterschiedlichen Kontinenten, aus. Noch rinnt es dahin, sanft, gemütlich, spätestens beim Gevatter Rhein ist dann Schluss mit diesem sanften Idyll u. spätestens in Rotterdam ist alle Romantik dahin; spätestens ab diesem Zeitpunkt wird sich jedes Wasseratom wieder auf seine Zeit im Frankenwald freuen, auf die sanfte, ruhige Stille.

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Zeitzeichen

Wir zeigen Flagge, um den Mund;
Narkotisiert die Lippen und ganz wund.
Nicht sprechen, konzentriert aufs Denken.
Augen ganz weit offen, wem oder was die Aufmerksamkeit schenken?

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Zeitzeichen

Die Töne werden rauher,
Regentropfen, wie ein kühler Schauer.
Freudentränen sind versiegt.
Fronten sind entstanden u. es wird bekriegt.
Das Recht auf allen Seiten,
Fake u. Wahrheit sich verbreiten.
Gruppen sich formieren,
Keiner will sich jetzt blamieren.
Hochgerüstet u. sprachlich durchgestylt,
Viel zu lange auf der eig’nen Stelle verweilt.
Viele Fragen bleiben offen,
Es bleibt nur ein banges Hoffen.

SaC

Der Ton macht die Musik

Als Wagnerfreund u. als ein Mensch, der gerade bei Klassik sehr audiophil ist, schätze ich meine Wagner-Klassik-Kopfhörer sehr; mit Noise Cancelling ein wirklich phantastisches Klangerlebnis. Da in diesem Jahr meine geliebten Festspiele nich stattfinden u. meine Lohengrinkarten nur noch als Corona-Collage in mein Skizzenbuch Verwendung finden werden, so muss ich doch nicht ganz auf einen guten Wagner-Klang verzichten. Zugegeben, das Festspielhaus in Bayreuth ist klangtechnisch einzigartig, aber Sicherheit geht vor.

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Buch des Tages: Versteckte Botschaften 2 – Die Bilder der Meister der italienischen Renaissance entschlüsseln und verstehen

Buch des Tages: Versteckte Botschaften 2 – Die Bilder der Meister der italienischen Renaissance entschlüsseln und verstehen

Was viele von euch wahrscheinlich noch nicht wissen, meine eigentliche Leidenschaft ist die Malere u. erst danach kommen Lyrik u. Text. Unter Buch des Tages poste ich zwar sehr oft „normale“ Literatur, jedoch ist meine Sammlung an Kunstbüchern mindestens genau so gross, wie die der „normalen“ Bücher. Leider ist es derzeit die Zeit u. auch der Platz, die mir hier etwas querstehen, so dass die geliebte Malerei sehr kurz kommt. Beim Schreiben sehe ich Filme im Kopf, beim Lyrikschreiben umfliegen mich die Worte, aber beim Malen bin ich mit allen Sinnen in einer anderen Welt, sogar das Zeitgefühl ist ein anderes. Die Gedanken im Kopf sind sehr still u. es ist quasi das Einssein mit mir selbst. Die Ölmalerei schätze ich sehr, da diese Farben nich so schnell durchtrocknen, wie z. B. die Acrylfarben, wenn da nur nicht immer das Pinselreinigen die Lust etwas schmälern würde; auch Aquarellmalen macht mir Freude, leider ist‘s die liebe Zeit. „Buch des Tages: Versteckte Botschaften 2 – Die Bilder der Meister der italienischen Renaissance entschlüsseln und verstehen“ weiterlesen

Buch des Tages: Trotzdem

Buch des Tages: Trotzdem – Ferdinand von Schirach, Alexander Kluge – ein spannender u. intelligenter Dialog. Die Sätze auf der Rückseite des Buches skizzieren gut den Inhalt: »Das Corona-Virus hat uns an eine Zeitenwende gebracht. Beides ist jetzt möglich, das Strahlende und das Schreckliche.« F. v. Schirach schätze ich als Autor schon lange. Intelligenz gepaart mit Sprachgefühl und Sprachverständnis machen seine Zeilen aus u. für mich sind seine Ableitungen kostbar.
Im Zeitalter der Überflutung mit Oberflächlichem ist jedes gehaltvolle Schriftwerk ein Schatz – man muss sie nur finden, diese Schätze.

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Schloss Seehof, Bildhauerei und ein Löwe

Schloss Seehof, so langsam werde ich zum Stammgast; da könnt‘ ich auch gleich in‘s Schloss einziehen. Nein, nur ein Witz, denn im Winter das ganze Schloss zu beheizen, das sollte nicht so einfach sein u. das Putzen erst 🤯 – also, wenn in‘s Schloss, dann macht das nur mit ausreichend Personal Sinn 😉
Dann doch lieber nur auf Visite vorbeischauen u. gucken, ob das Schlösschen noch steht.
Da hier auf dem Photo ein Stein-Löwe zu sehen ist, Bildhauerei fehlt mir noch in meinen Kunsttätigkeiten, wollt‘ ich schon immer mal probieren; zumindest werd‘ ich in den nächsten Tagen mal wieder zu kommen zu malen, habe noch zwei Gemälde offen, die ich mal versprochen hatte zu malen (werden dann übrigens in der Uni Bamberg zu sehen sein).

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In Bamberg oder in Bozen?

Bettina muss schon immer lachen, wenn ich einen Satz beginne mit: »Für mich ist das hier, wie…«, denn dann weiss sie, jetzt kommt wieder eine Stadt u. meine Stimmungsbeschreibung – manchmal sind‘s schon mehr Erzählungen – was ich fühle, sehe, wahrnehme; sie hört halt – Gott sei Dank – oft still zu lässt mich mit den Worten herumschwadronieren. Ich kann halt nicht anders. Heute z. B., an dieser Stelle in Bamberg, kam ich mir vor, als sei ich in Bozen. Etwas Südstimmung u. kühle Bergluft wehte um meine Sinne. In Bamberg sind übrigens für mich viele Städte vereint. Es gibt Stellen, da komme ich mir vor, als wäre ich in München o. Paris o. Rom o. Kronach u. so manche Ecke in Bamberg wirkt sehr mediterran; naja, so ist halt meine Gedankenwelt gestrickt, vielleicht ist‘s ja nur die Phantasie. Oder kennt ihr das auch?

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Am Rennsteig

Kalt ist’s in der Natur.
Vom Frühling am Rennsteig noch keine Spur.
Doch selbst Goethe hier sehr gern verweilte.
Nach den Eisheiligen der Lenz sich aber immer beeilte.

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