Buch des Tages: Berlin Alexanderplatz

Ein Roman von Alfred Döblin. Viele Sprachebenen, Witz, ein sarkastischer Ton u. die Verwendung des Mittels: Montage sind in diesem bedeutenden Werk deutscher Literatur der Moderne erlebbar ins Kleid von Sprache gewebt worden.
Sprache, sie kann trennen, sie kann aber auch verbinden. Da ich viel u. gern‘ lese, sowohl privat als auch beruflich, fällt mir in letzter Zeit doch ein gewisser Trend bei einem Großteil der Publizisten im journalistischen Bereich auf.
Ohne die Medien namentlich zu nennen, herrscht wieder ein Ton, der alles andere als eine verbindende Wirkung an den Tag legt; ich empfinde es teilweise sogar als eine emotionale, geistige Brandstiftung, die immer mehr um sich greift. Verbales Abrüsten, Rückkehr zum nüchternen faktenbezogenen – nicht bevormundenden u. erzieherischen – journalistischen Schreibens, würde ich mir sehr wünschen. Warum? Jeder Krieg beginnt bei der Sprache, der erste Schritt ist und war immer schon die sprachliche Aufrüstung – sprachliche, publizistische Deeskalation täte gut.

Wie immer, es liegt auch – vielleicht sogar ausschließlich – an uns selbst, denn unsere Gehirne, unser Denken, sie sind die Manövriermassen dieser Art von Texten u. Sprache. Bildung ist eines der höchsten Güter einer Gesellschaft – es lässt die Gesellschaft wachsen, florieren u. macht es den geistigen Verführern schwerer ihre Pläne zu realisieren. Bildung ist Bringschuld, Eigenverantwortung u. es kann Spaß u. Freude bereiten, wenn Dinge verstanden u. durchschaut werden. Daher auch meine Kategorie: Buch des Tages. Das sind Vorschläge von mir zur Nachahmung – lesen – gedacht. Mit dem Lesen beginnt der Weg, bei der Weisheit endet er – der Tao.

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