Abstand bitte

Abstand bitte.
So Olaf zu Brigitte.
Sie fand ihn nicht mehr so scharmant.
Er war jetzt viel mehr Tina zugewandt.
Ihr war er jetzt ganz nah.
Da es neulich abständig, ganz plötzlich geschah.
Brigitte ist jetzt abständig ganz nah bei Fritz.
Mit Abstand beide beim Kaffee im Ritz.
 
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Weimar

Welch freudig Wonn’, ich seh’,
Wenn ich an besagtem Orte steh’.
Ein Singen u. ein Hoffen,
Schlaftrunken, wie hat es mich getroffen!
 
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Das Arbeitszimmer von Johann Wolfgang von Goethe in Weimar

Das Arbeitszimmer von Johann Wolfgang von Goethe in seinem ehemaligen Wohnhaus in Weimar, am Frauenplan gelegen. Weimar ist zu einem Ort geworden, den ich mehrmals im Jahr besuche – meine liebe Bettina ist ja eine gebürtige Weimarerin u. ich habe sie und die Stadt der Dichter u. Denker, tief in meinem Herzen tragend, sehr lieb gewonnen. Eigentlich sollte sich jeder Landsmann u. Landsfrau Weimar mindestens einmal im Leben anschauen u. den Geist dieses Ortes – Weimar – auf sich wirken lassen; ich bin mir ja dessen bewusst, dass sich die Zeiten u. auch das Verhalten der Menschen ändert, weniger Bücher gelesen werden u. alles schneller gehen muss; leider geht dabei sehr oft der Tiefgang verlohren. „Das Arbeitszimmer von Johann Wolfgang von Goethe in Weimar“ weiterlesen

Bamberger Eckla

„Bamberger Eckla“. Gestern Abend beim Ausgehen in Bamberg, bin ich durch diese Gasse geschritten; die Stimmung in der Stadt an diesem Donnerstagabend gegen 19:30 Uhr war inspirierend für mich. Es war wieder, ich nenne es mal „Cloud-Leben“, in der Stadt wahrnehmbar; aber es gibt dann doch auch noch – im Gegensatz dazu – die Orte von Stille u. Ruhe. Sehr angenehm u. ausgewogen wirkte diese Gesamtkonfiguration an Leben auf mein durch Corona etwas auf Abstand getrimmtes Selbst- u. Wahrnehmungsgefühl. Insgesamt gesprochen sagt mir die Heimat Oberfranken, ob Bamberg, Kronach …, mit ihren sich mir zeigenden Darstellungsräumen, als sich mir ausgesprochen wohltuend, zu.

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Abstand, Gedanken in Bamberg

Impressionen aus Bamberg. Auf dem Weg zur Uni heute Morgen. Der Tag ist lieblich, die Stimmung nicht greifbar, schwer in Worte zu kleiden, aber die Welt ist anders, vielleicht sogar nachdenklicher. Die Natur erlegt uns etwas auf, was wir vielleicht schon lange mal nötig hatten? Abstand halten – aber wie viel Abstand können wir wirklich haben? Abstand zu den vielen Irrsinnigkeiten der Welt – politisch motivierter Aktivismus, der sich in Gewalt gegenüber anderen Menschen zeigt, kann noch so gute Schlagworte auf den Fahnen stehen haben, es wird mittels Gewalt niemals besser. „Abstand, Gedanken in Bamberg“ weiterlesen

Schloss Kochberg in Thüringen

Das Rittergut mit Schloss Kochberg in Thüringen, in der Nähe von Rudolstadt u. nur 35 km südlich von Weimar gelegen, war der Landsitz der Familie von Stein. Bei diesem Namen sollte jetzt eigentlich der Groschen fallen u. der geistige Stein ins Rollen geraten – denn der Name von Stein ist sehr eng verknüpft mit diesem Herrn: Johann Wolfgang von Goethe. Hier gäbe es jetzt vieles zu berichten, mein geistiges Auge überschlug sich förmlich, als meine Liebste u. ich zur späteren Stunde diesen magischen Ort am Samstagabend besuchten; wir fanden ihn fast menschenleer vor u. man konnte fast die Präsenz von J. W. v. Goethe u. den Geist der Fam. Schiller greifen u. spüren. Zwischen 1775 u. 1788 war der Dichterfürst regelmäßig hier vor Ort u. so, wie sich das Schloss uns heute noch zeigt, so hatte es auch Herr v. Goethe damals erblickt; in sehr gutem Zustand lässt sich hier die alte Zeit fast greifen. „Schloss Kochberg in Thüringen“ weiterlesen

Buch des Tages: Berlin Alexanderplatz

Ein Roman von Alfred Döblin. Viele Sprachebenen, Witz, ein sarkastischer Ton u. die Verwendung des Mittels: Montage sind in diesem bedeutenden Werk deutscher Literatur der Moderne erlebbar ins Kleid von Sprache gewebt worden.
Sprache, sie kann trennen, sie kann aber auch verbinden. Da ich viel u. gern‘ lese, sowohl privat als auch beruflich, fällt mir in letzter Zeit doch ein gewisser Trend bei einem Großteil der Publizisten im journalistischen Bereich auf. „Buch des Tages: Berlin Alexanderplatz“ weiterlesen

Zeitzeichen -Lyrik – Recht u. Pflicht

Schwer in Worte zu fassen;
Keiner will dies Thema anfassen.
Jahrelang zugeschaut;
Den falschen Dogmen vertraut.
Orientierung – eine Fehlanzeige;
Dulde alles, sitz u. schweige.
Lange geht‘s nicht mehr gut;
Entfacht die alte feurige Glut.
Schönreden geht nicht mehr;
Das Herz im Leibe unsagbar schwer.

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Mystery Black

Eingetaucht in das mysteriöse Schwarz der Feder, lässt das goldene Metall, die Dinge zu Gestalt, im runden weichen, vom Schriftlichen, erfahren.
Die Schwingung dessen, was sich durch des Geistes-Kraft in der Feder, auf Papier fließend, manifestiert, zeigt das Bewusste, an der Grenze zum Unbewussten, für das eigene Erfahren einer Wirklichkeit, die nur sehr schwer verbalisiert werden möchte – u. sich zart im Alltag vor jeder Form des Versuchs, ihr habhaft zu werden, wie ein scheues Reh im Dickicht, verflüchtigt. „Mystery Black“ weiterlesen

Nachgedacht

Wie dünn der Lack der Zivilisation über einer Gesellschaft sein kann – hoffe sehr, dass wir diese Dünne niemals am eigene Leibe in Erfahrung bringen mögen.

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Zeitzeichen

Politisch korrekt.
Aalglatt und geleckt.
Selbst durch Gier ein Bein gestellt.
Schau hin, wie er mit 27 Jahren fällt.
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