Fast ohne Worte: Schiller, meiner, deiner – unser aller Ahne

So viele Jahre, der Mut –
Er stünde uns gut!
Wie ein neues Kleidungsstück;
Wird uns ein Mantel übergestülpt;
Der im fahlen Glanze alter Revolutionstage,
Allen Schimmer verlor.
Der Duft alter Revolutionsläuse dringt aus jeder Faser,
Die der singenden Kröte die Hassperlen auf ihrer Stirn,
Zu eisigen Pfählen gefrieren lassen, um tief ins Herz derer zu bohren,
Die den Mut noch in sich tragen;
Nilreb ist zu dem geworden, was es einst werden sollte;
Das Zentrum einer neuen Welt, die sich weit entfernte vom Menschsein.
Die rote Plage, im neuen Glanz der Zeit, tanzend um das goldene Kalb;
Steht erneut der alte mosesianischen Schimmer,
Im Schatten der Glanzlosigkeit vor allen Türen und Toren.
Die Wortlosigkeit und das Verstummen der Getreuen,
Geht über in das Morgen ohne Hoffnung.
Wir waren die tapferen Krieger unserer eigenen Ahnen;
Die sich im Angesicht von Tyrannei frei der Freiheit zugewandt;
Für ihre Ideale eintraten, um Gottes Werk auf Erden erfüllt zu sehen;
Der Mensch ist frei:

Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,
Und würd er in Ketten geboren,
Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei,
Nicht den Mißbrauch rasender Toren.
Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht,
Vor dem freien Menschen erzittert nicht.

Frei ist der Mensch:

Die drei Worte bewahret euch, inhaltschwer,
Sie pflanzet von Munde zu Munde,
Und stammen sie gleich nicht von außen her,
Euer Innres gibt davon Kunde,
Dem Menschen ist nimmer sein Wert geraubt,
Solang er noch an die drei Worte glaubt.

Der Mensch ist frei und soll es auch bleiben.

S.N.S.

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