Ein Brief nach England – Türen

Guten Tag E., guten Tag P.,

wie doch die Zeit verfliegt. Es müsste jetzt knapp vor zehn Jahre gewesen sein, als wir uns das letzte Mal begegnet sind. Es war – und ich erinnere mich noch sehr gut daran – auf einer Pferderennbahn; ich bin gerade angekommen, musste mich noch orientieren und meine Begleitung und ich suchten eine Garderobe. Und genau bei dieser Suche sind wir uns dann schließlich begegnet. Die gewöhnliche Distanz, die Menschen zueinander verspüren, wenn sie sich das erste Mal begegnen, die war bei uns überhaupt nicht vorhanden, vielmehr gingen wir sehr vertraut miteinander um. Auch scheint ihr gleich auf Anhieb verstanden zu haben, wonach wir suchten, und ihr öffnete eine Tür, die direkt in den – auf mich sehr dunkel wirkenden – Keller führte. Irgendwie erinnerte mich dieser Anblick an ein altes Sportheim mit den alten Holzvertäfelungen und diesem holzigen Geruch, der sich mit Schweiß, Bier und der Zeit zu einem sehr markanten und strengen Duft vermischt, der sicher nicht mehr aus diesem Material zu treiben ist; er wird wahrscheinlich bis ans Ende seiner Tage dort eingeprägt bleiben. Und so war ich dann auch nicht dazu zu bewegen, diese Stufen abwärts zu schreiten – ihr wisst ja sicher, aber ich wusste ja auch … „Ein Brief nach England – Türen“ weiterlesen

Ein Brief nach Frankreich

Lieber N.,

wie geht es Dir? Ich habe neulich, als ich spazieren ging, zufällig an Dich gedacht u. mich gefragt, wie es Dir wohl geht. Erinnerst Du Dich noch an unsere erste Begegnung? Ich kam zu Dir ins Amt, wusste aber nicht, was mich erwartet, u. ich wusste auch nicht, dass Du dort tätig bist. War dann, zugegeben, etwas überrascht, dass ich Dich dort antraf. Ein Dokument, welches ich benötige, führte uns zusammen u. ließ unsere Wege kreuzen; erinnerst Du Dich noch an das Schreiben? „Ein Brief nach Frankreich“ weiterlesen

Der Sommerabendspaziergang

Liebe A.,

erinnerst Du Dich noch an unseren Spaziergang in meinem Heimatdorf? Es war ein schöner warmer Sommerabend; wir gingen Arm in Arm verschränkt u. wir sprachen über die vielen Dinge des Lebens. Du in Deiner Position, bist schon immer daran interessiert gewesen, politisch ganz oben mitzumischen, u. das politische Glück war Dir auch stets wohlgesinnt. Obwohl Du dann doch viele Jahre älter bist als ich, suchtest Du – fast kindlich – den Rat bei mir u. obwohl Du Deine Fragen nicht direkt ausformuliertest, wusste ich, dass Du eine Frage auf dem Herzen trugst. Wir liefen, Du an meiner rechten Seite, Arm in Arm verschränkt u. noch bevor wir zu Deinen Fragen kamen, sah ich deine Kindlichkeit in Deinen Augen u. ich stellte Dir eine Frage. Auch meine Frage habe ich Dir nie in einer sprachlichen Form gestellt, vielmehr musst Du es in meinen Gedanken oder in meinen Augen gelesen haben u. Du gabst mir zu verstehen, dass es keine Umkehr, keine Rückkehr für dich gibt, da Du zu lange u. zu tief darin verstrickt gewesen bist. „Der Sommerabendspaziergang“ weiterlesen

Geschichten, die bewegen u. nicht vergessen werden dürfen

Ich habe gerade eine Geschichte gelesen, eigentlich ist es vielmehr ein Bericht eines jungen Menschen, der ich selbst hätte sein können; nur er ist in China aufgewachsen, hatte dort studiert u. hatte aus der Sicht der bösartigen KPCh den falschen Glauben und so landete er im Gefängnis u. er erzählt uns seine Geschichte. Wenn man sein Schicksal liest, kann man als Mensch mit Herz nicht unberührt bleiben – ich möchte, dass die Welt davon erfährt. Ich habe hier im Westen von allen Vorzügen, die eine freie Welt nur bieten kann, erfahren; konnte u. kann lesen, leben, glauben, so, wie ich es für richtig erachte. Wie traurig ist es dann doch, wenn man über diese Arten von Schicksalen erfährt, wie in dieser Geschichte: Ich habe überlebt – neun brutale Jahre im Gefängnis – Link (kein aktiver Link, bitte kopieren u. im Browser einfügen): https://de.minghui.org/html/articles/2020/7/18/147741.html

Ich möchte, dass die Welt davon erfährt, darüber berichtet. Ich möchte, dass der Westen die Augen öffnet, um den bösartigen Teufel in China zu erkennen. Und die Welt ist so langsam am Erwachen, es bewegt sich viel.

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