ZeitZeichen Lyrik

Tausend tote Reiter
stehen vor dem Tore.
Blind und voller Eifer
ruft die Prominenz im Chore.
Wie schwer der Geist
wie seicht das Wissen:
Um all derer Dinge;
eng das Herzen und fest
zieht sich die erlösende Schlinge.
Wahrheit – einst ein großes Wort.
Doch so einfach und so dunkel
vor dem Tore steht der düstre Lord.
Gesponnen das Gespinst –
die Fäden in der Nacht
im Trüben ists sehr schwer zu fischen;
wer da wohl am Ende lacht?

SN

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