In der Saale in Rudolstadt

Die Saale in Rudolstadt. Wie lieblich diese zarte Blüte sich gemächlich flussabwärts in Richtung Elbe bewegt, so weich u. warm floss sie mir gestern an, auf u. unter meinen Füßen vorüber; Charlotte, Friedrich u. Johann Wolfgang haben ihrer einst ebenfalls so weich u. lieblich bedacht, wie ich ihr heute gedenke. Das Weiche im Sanften dachte ich gestern und ich war erstaunt darüber, wie wohltuend ein kurzes Kneippbad in ihr tat. Mit Rudolstadt verbindet mich eine tiefe innere Zuneigung, die ich einst lyrisch festhielt. „In der Saale in Rudolstadt“ weiterlesen

Der Wald – Heimat

Die Natur zu achten;
Bäume zu sehen u. zu beachten.
Als Kinder wir zig Stunden im Frankenwald verbrachten.
Heimat ist mehr als wir seh‘n.
Mit beiden Beinen verwurzelt, fest im Leben steh‘n.

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Angst u. Vernunft

Angst ist ein ständiger Begleiter;
Sie ist ein grosser u. ein alter Wegbereiter.
Zittern vor zu viel Nähe, Schweiss auf der Stirn.
Blicke huschen umher, gekleidet im teuren Zwirn.
Die Dualität, sie existiert nicht mehr;
Nur noch ein Zustand, das Atmen fällt schwer.
Keine Sanftmut u. keine Güte,
Mechanisch das Interagieren, verwelkt die große Blüte.
Wo sind Vernunft u. Verstand?
Ich schaue weit in das verwelkte Land.
Berge u. Wiesen; „Angst u. Vernunft“ weiterlesen

Zeitzeichen

Wir zeigen Flagge, um den Mund;
Narkotisiert die Lippen und ganz wund.
Nicht sprechen, konzentriert aufs Denken.
Augen ganz weit offen, wem oder was die Aufmerksamkeit schenken?

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Zeitzeichen

Die Töne werden rauher,
Regentropfen, wie ein kühler Schauer.
Freudentränen sind versiegt.
Fronten sind entstanden u. es wird bekriegt.
Das Recht auf allen Seiten,
Fake u. Wahrheit sich verbreiten.
Gruppen sich formieren,
Keiner will sich jetzt blamieren.
Hochgerüstet u. sprachlich durchgestylt,
Viel zu lange auf der eig’nen Stelle verweilt.
Viele Fragen bleiben offen,
Es bleibt nur ein banges Hoffen.

SaC

Am Rennsteig

Kalt ist’s in der Natur.
Vom Frühling am Rennsteig noch keine Spur.
Doch selbst Goethe hier sehr gern verweilte.
Nach den Eisheiligen der Lenz sich aber immer beeilte.

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Über Leipzig, seinem Bahnhof und etwas über Wagner mit der Leipzig-Lyrik

Schwarzweiss in Leipzig am Bahnhof. Für mich ist die Schwarzweiß-Photographie ein Faszinosum. Bereits mit meiner ersten Analogkamera photographierte ich oft mit Schwarzweiß-Filmen. Diese damalige Canon AE-1 steht jetzt nur noch im Schrank, da sie im Laufe der Jahre den Geist aufgab; aber vor zwei Jahren kaufte ich mir wieder eine alte gebrauchte AE-1 u. seitdem photographiere ich häufiger analog. Man möchte meinen, dass diese Aufnahme während der Coronazeit entstanden ist, da sich wenige Menschen auf dem Photo befinden, dem ist aber nicht so – ich nahm diesen Schnappschuss im Januar 2016 auf, als ich mir in der Oper Leipzig das Rheingold von Richard Wagner ansah u. bereits damals hab‘ ich Leipzig lieben gelernt. Nach der Oper waren wir noch italienisch Essen u. wir kamen auf unkomplizierte Art mit Leipzigern ins Gespräch u. ich war von den freigeistigen Gedanken u. von der Klarheit unserer Gesprächspartner fasziniert; Leipzig hat viel Freigeist für mich u. gut möglich, dass dies auch mit der Leipziger Buchmesse im Zusammenhang zu sehen ist, denn nirgendwo sind die Gedanken so frei, wie in der Welt der Schrift – die Sprache kann auch nie so frei sein, wie es die Schrift häufig war u. ist. Zwischenzeitlich war ich jetzt mehrmals in Leipzig u. Hrn. Bach hab‘ ich mir nebst Wagner u. Gothe auch in Leipzig näher kommen lassen – ich bin von dieser Stadt einfach fasziniert. Hier mag ich auch auf meine Leipzig-Lyrik verweisen, sie ist auf meiner Webseite snoir.de unter lyriken III mit dem Titel: In Leipzig zu finden.

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P.S: Der Post erschien zuerst auf Instagram und wer mir dort auch folgen mag, ich heisse dort: @sn_noir – hier für euch die Leipzig-Lyrik: „Über Leipzig, seinem Bahnhof und etwas über Wagner mit der Leipzig-Lyrik“ weiterlesen

Der Sinn, die Suche

Was ist Wahrheit?
Wann gibt das Leben einen Sinn?
Wie viel an Bescheidenheit,
Ist in unserem Herzen drin?
Wieviel Zeit,
Braucht das Entstehen von Barmherzigkeit?
Sorgen im Herzen,
Das Ertragen von Schmerzen,
Am Ende die richtige Frucht,
Der Edle das Tao sucht.

SaC

Twittergedanken

Fromm der Blick,
In die Ruhe der Nacht.
Freudig die Erwartung,
Wenn die Sonne Morgen wieder Lacht.

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Twittergedanken

Hoffnung für die Welt, wer mag die Wahrheit seh‘n?
Wer war in den Hinterzimmern, dachte, er würd‘s versteh‘n?
Einige, wenige – alle entmachtet.
Auf die falsche Seite gesetzt, der Metzger hat geschlachtet.
Freudig die Kinderaugen.
Jetzt ab in die Schule des Lebens, pauken.

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Gedanken bei Twitter

Oh je, Oh je.
Wenn ich in die Ferne seh‘.
Von Einsamkeit und Natur,
Keine Ruhe, nicht die geringste Spur.
Wie die Möwen, sich gegenseitig behacken.
So mag man manchmal denken, „zam die Backen“.
 
SaC

Bavaria

Ich blicke mit Sorge in das Land.
Bayern ist schön, man reicht den Finger,
Man nimmt die ganze Hand.

Gut gemeint, ist keine Entschuldigung,
Berater folgen Interessen,
Kniet nieder, er will seine Huldigung.

Das Maß ist schnell voll,
Die Kassen sich leeren,
Es grüssen die Geschwister Scholl?

SaC

Lyrik – Zeitenwende

Schwer ist die Bürde der Wahrheit, sie schneidet tief ins Fleisch der Seele hinein.
Doch aller Tage Abend ist noch nicht in seiner Gesamtheit erreicht;
Hell flackert das Licht der Kerze im klaren Mondenschein.
Noch der Laie dem Fachmann scheinbar gleicht.

SNS

Twitterlyrik

Die Illusion nimmt ihren Lauf;‬
‪Licht ist aus, die Türe zu, ich such‘ den Knauf.‬

SNS

Was ist mit uns? (ein lyrischer Text, aber keine Lyrik!)

Es schmerzt mir mein Herz,
wenn ich in die kühlen Augen einer Diktatur blicke.
Eine scheinbar auf die Zentrale – China – ausgerichtete,
aber unter dem Deckmantel der Demokratie – in vielen Herzen von Sozialromantikern – gelebten Ideologie, die dem Menschen seine göttliche Individualität und seines freien Willens,
auf heimtückische Art, Stück für Stück beraubt, bis am Ende nur noch das Kollektiv, als einzige Instanz von Moral und Wahrheit übrig bleiben soll.
Wir haben unser Gewissen im Kreislauf der Globalisierung, stetig, still und fortwährend abgeschliffen, bis am Ende kein moralischer Puffer zwischen uns und der Unmenschlichkeit mehr existierte.
Gewinne und eine zentralistische Weltregierung war – und ist immer noch – in den Köpfen der Wenigen, die ihre Gewinne, zu Lasten unendlich vieler Menschen, aufrecht erhalten wollen.
Die alten Pläne und die Vorhaben zeichnen sich immer deutlicher am Horizont der Krise ab, die keiner wollte, viele aus dem Leben riss und die wenigen Gewinner werden ihr Glück nur für einen Moment im Lauf des Universums greifen können, bis der unwirkliche Gewinn, wie Sand durch ihren Fingern gleiten wird.
Der Geifer der Macht lässt große Teile der Welt knietief in diesem wabrigen Speichel versinken und erschwert jeden Versuch einer Bewegung in Richtung Göttlichkeit, hundert Millionen Füße so schwer wie Blei. „Was ist mit uns? (ein lyrischer Text, aber keine Lyrik!)“ weiterlesen