In der Saale in Rudolstadt

Die Saale in Rudolstadt. Wie lieblich diese zarte Blüte sich gemächlich flussabwärts in Richtung Elbe bewegt, so weich u. warm floss sie mir gestern an, auf u. unter meinen Füßen vorüber; Charlotte, Friedrich u. Johann Wolfgang haben ihrer einst ebenfalls so weich u. lieblich bedacht, wie ich ihr heute gedenke. Das Weiche im Sanften dachte ich gestern und ich war erstaunt darüber, wie wohltuend ein kurzes Kneippbad in ihr tat. Mit Rudolstadt verbindet mich eine tiefe innere Zuneigung, die ich einst lyrisch festhielt. „In der Saale in Rudolstadt“ weiterlesen

Zeitzeichen: Analog im digitalen Rahmen

Analog im digitalen Rahmen. Was ist geschehen? Kunst ist ein dehnbarer Begriff u. der Spielraum für Interpretationen ist rel. groß. Kunst entsteht auch – manchmal – spontan u. es liegt oft an der Mischung von unterschiedlichen Parametern u. Gegenständen, die Alltäglichkeiten zu etwas höherem transformieren. Im Atelier H11 in Kronach fanden diese ParaMeter zueinander u. ließen dieses analoge Werk im digitalen Rahmen entstehen. Schwarzer Stuhl mit Text in weiß: weiss lädt zum Nachdenken ein. Der Dualismus in dieser Welt mag verschwinden, um das Geistige dem Profanen mehr Platz einzuräumen. Dem Stuhl mag man nicht sagen müssen, dass er schwarz ist, vielmehr wir der Betrachter durch den Text: weiss irritiert, so dass im »Normalfall« durch diese Irritation ein Konflikt entsteht, der die Betrachter herausreißt aus den profanen Zyklen des Alltäglichen. „Zeitzeichen: Analog im digitalen Rahmen“ weiterlesen

In Bamberg oder in Bozen?

Bettina muss schon immer lachen, wenn ich einen Satz beginne mit: »Für mich ist das hier, wie…«, denn dann weiss sie, jetzt kommt wieder eine Stadt u. meine Stimmungsbeschreibung – manchmal sind‘s schon mehr Erzählungen – was ich fühle, sehe, wahrnehme; sie hört halt – Gott sei Dank – oft still zu lässt mich mit den Worten herumschwadronieren. Ich kann halt nicht anders. Heute z. B., an dieser Stelle in Bamberg, kam ich mir vor, als sei ich in Bozen. Etwas Südstimmung u. kühle Bergluft wehte um meine Sinne. In Bamberg sind übrigens für mich viele Städte vereint. Es gibt Stellen, da komme ich mir vor, als wäre ich in München o. Paris o. Rom o. Kronach u. so manche Ecke in Bamberg wirkt sehr mediterran; naja, so ist halt meine Gedankenwelt gestrickt, vielleicht ist‘s ja nur die Phantasie. Oder kennt ihr das auch?

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Samstagnachmittagsläuten

Heimat ist halt mehr als nur ein Wort. Oft sind es die Menschen u. / o. die Gebäude aus der Jugendzeit, die mich erinnern lassen. Hier meine geliebte Kirche in Neuses b. Kronach. Wenn ich ihre Glocken am Samstagnachmittag um 15 Uhr läuten höre, bin ich geerdet, ich weiss, dass Wochenende ist u. diese ganz besondere Kombination von 15-Uhr-Glockenläuten u. die dörfliche Samstagnachmittag-Ruhe spenden mir eine innere Ruhe, wie dies nur Neuses b. Kronach an einem Samstagnachmittag in Deutschland mir bescheren kann. Übrigens, in dieser Kirche war ich lange Ministrant u. die Zeltlager mit der Katholischen Jugend waren legendär. Mein bester Kumpel Axel u. ich haben da Lager u. Staudämme gebaut, die fast schon unter die sieben Weltwunder gefallen wären 😉
In diesem Sinne: Euch einen schönen Samstagsnachmittags-Blues.

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Himmel über Bayern – und Franken

Guten Morgen. Natürlich, Erst mal Kaffee ☕️ Der Himmel zeichnet abstrakt, so dass wir Menschen es konkretisieren können. Gestern beim Spaziergang um Schloss Seehof herum, zeigte mir der Himmel dieses abstrakte Werk mit einer Trag- o. Haltelinie im Bild. Bei zu viel Abstraktheit wünscht sich doch der Mensch, ähm, der Betrachter zumindest etwas Halt, was hier diese Linie übernehmen soll. „Himmel über Bayern – und Franken“ weiterlesen

Der Tunnelblick – ein Text mit Photo oder ein Photo mit Text?

Wer kennt sie nicht, die Engstirnigkeit. Wenn nicht von sich selbst, so mag man doch gelegentlich mit anderen zusammentreffen, die dieser Gattung von Zeitgenossen sich zugehörig verhalten. Hier gilt: Obacht geben, am besten mehr zuhören als sprechen; denn jeder neue Aspekt, der angesprochen, aber für den Tunneldenker unbekannt, kann dem Tritt auf einer Miene gleichen – mirnix dirnix, eine emotionale Explosion. Engstirnigkeit ist wie der Blick in einem langen Tunnel u. das, was man sieht, ist die Einfalt in der Beschränkung. Es könnte eigentlich einfach sein, wenn die Dinge strikt rational analysiert werden würden. Doch wer mag dies schon in allen Lebenslagen auch so praktizieren können? Ich selbst noch nicht ganz, was ich derzeit auch nicht als all zu schlimm erachte, schlimm wäre es vielmehr, wenn ich es nicht mehr vermögen würde über mich selbst lachen zu können.

P.S.: Immer in Seehof an dieser Stelle werd ich schmunzeln u. mich selbst fragen, wie weit ich in meinem eigenen Tunnel noch stehe. 😉

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Photo + Text: Schloss-Seehof-Experte

Guten Morgen – So langsam werd‘ ich wohl zum Schloss-Seehof-Experten. Was früher das Schloss in Bonn für mich war, ist heute Schloss Seehof für mich u. hier ist vor allem die Naturkomponente viel höher als in Bonn; die Seen hinter dem Schloss – siehe diesen Bildausschnitt – erinnern mich stark an die Ostsee, die ich ebenfalls liebe – der gesamte Küstenstreifen, bis hoch nach Danzig, Königsberg, Riga, interessieren mich übrigens auch sehr (R. Wagner hatte in Riga eine Anstellung als Kapellmeister inne, nur mal so nebenbei erwähnt). „Photo + Text: Schloss-Seehof-Experte“ weiterlesen

Photo: Kroniche Eckla

Kroniche Eckla – direkt in Kronach; es gibt viele kleine Details u. Arrangements, die, wenn man den Fokus darauf richtet u. eine Prise künstlerischen Esprit hinzufügt, ihre Wirkung(en) entfalten können.

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