Glaube u. Nebel

Der lyrische Blick: Im Nebel lebt sich‘s leichter; Glaube bedeutet Nebel. – Die Klarsicht kommt mit der Erleuchtung; aber in diesen modernen Zeiten ist es nicht übelich, nicht en vogue, über die unsichtbaren Dinge – fern von der geliebten Wissenschaft – zu sprechen. Wenn‘s brenzlig wird, glaubt man, vielmehr hofft man, wenn die Sonne scheint u. alle Sorgen hinter dem Horizont verschwunden, lebt man, genießt man, was nicht verkehrt ist, es ist des Menschen Wille u. auch sein Recht. – Obwohl die Sonne scheint, herrscht hier ein dichter Nebel: Ich liebe den Nebel, besonders in Schottland – aber ich glaube dennoch; auch an die Vernunft u. an die Wissenschaft, aber in manchen Bereichen sind sowohl die Wissenschaft als auch die Vernunft endlich, denn sie sind menschlich. – Gedankenechos im Nebel.

S.N.

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