Kategorie: VfM

Eigentlich…

Eigentlich: In der DDR konnte jemand, der über Politiker Witze machte oder das politische System anderweitig kritisierte, nach § 220 StGB-DDR («Staatsfeindliche Hetze») verurteilt werden. Dieser Paragraph war ein Instrument repressiver Maßnahmen gegen die Meinungsfreiheit und wurde häufig genutzt, um Menschen zu kriminalisieren, die das Regime oder seine Vertreter verspotteten oder infrage stellten. Eigentlich gäbe es dazu viel zu sagen.… Read more →

lyrik: tagesnotiz

er – der mensch blickt wieder gen himmel. die aurora borealis ist der beginn. der anfang einer neuen zeit. noch klingt das lied der neuen zeit leise; unscheinbar und fast stumm. der blick gen himmel öffnet die herzen – für etwas noch viel größeres: die erkenntnis, dass wir ein kleines staubkorn im großen ganzen sind. einige unter vielen – nicht… Read more →

Waldgang

Je tiefer ich in dichten Wald der Worte vorstoße, umso abenteuerlicher ist die Reise; es schnitzt sich eine Erkenntnis aus dem Unterholz heraus: Die Macht von damals ist ungebrochen, die Worte haben nie an Kraft verloren; die Wahrheit hat nach wie vor ihre Stärke. Das vage, nicht greifbare, schwer beschreibbare Momentum der Gegenwart tritt auch für alle Nichtwaldgänger mehr und… Read more →

Der Freytag: In der Natur und mit Gedanken über Thomas Bernhard – Motorsäge gegen das Vergessen

Was bedeutet es, gegen das Vergessen anzuschreiben? Ich habe fast vergessen, wie es ist, zu schreiben, aber kann man wirklich vergessen zu schreiben? Nein; wahrscheinlich nicht. Heute schreibe ich; auch gegen das Vergessen. Halte den Moment, die Zeit, den Tag, die Woche, die Gedanken fest. Zeichne und dokumentiere. – Wer schreibt, vergisst nicht; wer schreibt, schreibt in letzter Konsequenz immer… Read more →

Der Freytag: Wagner in Wien – Wien, die Lohengrin-Premiere und gaaaanz viel Kaffeehaus

Nächste Woche bin ich in Wien. Gleich zu Beginn geht’s in die Staatsoper zur Lohengrin-Premiere; es Wagnert: »Dank, König, dir, daß du zu richten kamst!« (Lohengrin. Erster Aufzug). Den Lohengrin hätte ich im Corona-Jahr fast in Bayreuth erlebt, die Karten sind bereits mein Eigen gewesen; doch dann fiel er aus: Der Chinesen-Virus aus Wuhan nahm mir den Lohengrin – er… Read more →

Der Freytag: In der Frittatensuppe brennt noch Licht – Begegnungen mit Thomas Bernhard und Lohengrin in Wien.

»Es ist etwas faul im Staate Dänemark«. (William Shakespeares, Hamlet). Es Shakespeared im Land; hoffentlich endet es nicht wie bei Hamlet mit Wahnsinn und Tod. Ich sitze wieder im Kaffeehaus und denke nach. Die Welt gleicht im Moment einem Kaleidoskop. Wobei, Moment; das Wort Kaleidos stammt aus dem altgriechischen kalòs und eidos ab und bedeutet: schöne Bilder. Bin mir soeben… Read more →

Der Freytag: Wir müssen im Leben scheitern …

… denn das Leben endet mit dem Tod. Am vergangenen Osterwochenende besuchte ich gemeinsam mit meiner Frau eine Lesung von einem meiner Lieblingsautoren: Ferdinand von Schirach. Dieser Satz fiel sinngemäß im Rahmen des Abends. Doch jetzt sitze ich wieder in meinem Kaffee; die Welt geht ihre eigenen Wege und ich gehe die Meinen. Habe soeben ein Kännchen Kaffee bestellt; freue… Read more →

Der Freytag: »Edel sei der Mensch«

Es ist Freitag; ich sitze im Kaffeehaus; diesmal in Rudolstadt; und ich bin auf den Spuren von Schiller und Goethe unterwegs. Ich trinke gerade keinen Kaffee; sondern eine heiße Schokolade; wie sie Goethe selbst gern‘ trank. -Er war so versessen auf Schokolade, dass er sich sogar während seiner Italienreise das braune Gold aus der Heimat nachschicken ließ. Ich sitze in… Read more →

Über Sprache

Sprache definiert, was wir sind, was wir werden und was wir waren. Wer definiert die Sprache – im Normalfall? Das Volk. Es gleicht einer Bestandsaufnahme von Vergangenheit und Gegenwart, es ist ein natürlicher Prozess am Bedarf der Zeit angepasst, der ohne Orchestrierung – von oben – erfolgt. Eine prosperierende Gesellschaft gewinnt nicht nur auf dem Gebiet von Sprache und Intellekt,… Read more →

Übergang

Man spricht viele Sprachen, aber man versteht sich dennoch nicht. Man hat unendlich viele Gedanken, aber die Ausgangspunkte sind so unendlich weit voneinander entfernt. Man denkt – man ist alleine; verliert die Sprache beobachtet nur noch: wortlos. Mehr bleibt nicht – der Zyklus nimmt seinen Lauf. Geschichte kann keiner ändern. Niemandsland, Unzeit, Übergang. #SN Read more →

Im Gleisbett der Zeit

Das ganz normale Leben, ein Teil von mir. Nebelschwaden ziehen durch die Straßen der Vergangenheit. Unbeschwert, beschwingt – nur ein kurzer Augenblick; wie Rauch im Raum der Unendlichkeiten. Träume können ihre eigenen Verwirklichungen finden; aber wer es kann – und wer nicht, das bleibt für die Meisten ein Mysterium. Der Schall der Zeit tänzelt mit all seinen Klängen um mich… Read more →