Die Sprache benommen im Taumel der Nacht. Feuerstrahlen durchdringen die Kronen der Welt; der Wald verhüllt ins ewige Schweigen: Dichter, Denker, ihr Zauberer der Gegenwart und Erfinder der Vergangenheit! Wo seid ihr nur verblieben? S. Read more →
Lyrik: Ein hohes Lied auf die Vogelwelt
Ein Hochgesang, am frühen Morgen; im Frühling vertreibt dieser Klang, all die menschlichen Sorgen. Die bunten kleinen Tierchen sind sehr fröhlich anzusehen – trösten hinweg über all die kleine Pläsierchen. Aus vielen hohen Kronen, ob morgens oder abends, will ihr Gesang uns reich belohnen. Der Waldkauz ruft den Winter herbei; mein Vater erklärte mir seinen Ruf – wenn ich ihn… Read more →
Der Spaziergänger: Ein Blick aus einem UNI-Fenster auf Bamberg
Der Spaziergänger: Ein Blick aus einem UNI-Fenster auf Bamberg; gleich nebenan die neue Mensa Austraße – dort bin ich auch ab und an zum Speisen (geschmacklich sind sie wirklich sehr gut dort, empfehlenswert). – Immer, wenn ich Häuserdächer wie hier sehe, schweifen meine Gedanken melancholisch in die Ferne; ein Dach über dem Kopf – Wertschätzung ist wichtig im Leben. Familie… Read more →
Der Freytag: Über Mut und die Frage nach Heldentum
Es ist wieder Freitag; ich sitze im Kaffee. Mein Kännchen Kaffee steht noch übervoll vor mir; es wurde mir heute auf einem Silbertablett serviert – die Bedienung war sehr freundlich. Jedoch bin ich tief in meine Gedankenwelt versunken. Es ist die Welt von 1999; hier bin ich das letzte Mal 1999 gewesen. War noch weit entfernt von Lyrik und Sprache,… Read more →
1999 war ich das letzte Mal im Café Luitpold in Bamberg …
1999 war ich das letzte Mal im Café Luitpold in Bamberg, dachte ich, als ich heute Morgen die Türe öffnete und das Café betrat. Irgendwie wars wie 1999, dann aber doch wieder anders; wir – mein Umfeld und ich – haben uns verändert; wäre schlimm, wenn dem nicht so wäre; Veränderung benötigt Mut. C. S. Graf v. Stauffenberg hatte ihn… Read more →
Ohne Titel
Ein Teil der sich gedacht, vor langer Zeit zu Bette gebracht. Im Morgengrau und nach der letzten Nacht; ist er nach süßem Traume jetzt erwacht. S. Read more →
Der Freytag: Wir müssen im Leben scheitern …
… denn das Leben endet mit dem Tod. Am vergangenen Osterwochenende besuchte ich gemeinsam mit meiner Frau eine Lesung von einem meiner Lieblingsautoren: Ferdinand von Schirach. Dieser Satz fiel sinngemäß im Rahmen des Abends. Doch jetzt sitze ich wieder in meinem Kaffee; die Welt geht ihre eigenen Wege und ich gehe die Meinen. Habe soeben ein Kännchen Kaffee bestellt; freue… Read more →
Der Spaziergänger: Über die Zeit
Seit meiner Kindheit bin ich von Uhren fasziniert; F. v. Schirach sprach gestern in seiner Lesung auch von der Zeit; denkende Menschen kreuzen sich häufig mit ihr – gedanklich; F. v. S. meinte: Sie lässt uns scheitern, da der Tod unumgänglich sei. Ich trage eine Taschenuhr; vielleicht, da ich die Zeit in die Taschen stecken möchte. – Ob man das… Read more →
Der Freytag: Die Auferstehung – Hoffnung und ein Osterbrot
Ostern ist mit das älteste und auch das höchste Fest der Christen: Der wichtigste Feiertag ist der Ostersonntag. Dieser Hochtag im Kirchenjahr beendet die 50 Tage andauernde Fastenzeit. Er ist gleichzeitig Auftakt der nun beginnenden und 50 Tage anhaltenden Osterzeit – sie wird mit dem Pfingstfest enden. Am Ostersonntag wird der Wiederauferstehung von Jesus Christus gedacht – am dritten Tage… Read more →
Zeitzeichen
Das Unbegreifbare wird noch unfassbarer. Das Unverständliche entrückt ins ferne Reich der Psychopathie. Fremd wird das Gewohnte; das Geglaubte löst sich auf in Schall und Rauch. Ein demokratisches Versprechen von Generationen stürzt haltlos, formlos, namenlos, gesichtslos in die Tiefe. Das Wir-Gebot verklingt, Demokraten rudern zurück, postulieren jetzt das Gegenteil. Das Denkbare ist grenzenlos; das Geglaubte transformiert sich, verklärt sich im… Read more →
Der Freytag: Das 12-Uhr-Läuten vom Bamberger Dom und die Kultivierung von Geduld
Den erhabenen Klang von Kirchenglocken liebe ich seit meiner Kindheit. Besondere Erinnerungen weckt das Samstagmittag-Läuten der Glocken in meinem Heimatdorf; wenn sie erklingen, rieche ich noch heute den Duft vom blauen Litamin-Schaumbad, denn Samstagnachmittag war Badetag. Mit der Zeit reifte die Idee, diese konservierten Klangerinnerungen wieder zu beleben, indem ich das Glockenläuten selbst aufzeichne. Gesagt, getan. Doch wie es im… Read more →
Der Freytag: »Edel sei der Mensch«
Es ist Freitag; ich sitze im Kaffeehaus; diesmal in Rudolstadt; und ich bin auf den Spuren von Schiller und Goethe unterwegs. Ich trinke gerade keinen Kaffee; sondern eine heiße Schokolade; wie sie Goethe selbst gern‘ trank. -Er war so versessen auf Schokolade, dass er sich sogar während seiner Italienreise das braune Gold aus der Heimat nachschicken ließ. Ich sitze in… Read more →
Der Denker: Wenn der Regen auf Ostwind trifft
Der Regen befriedet die Welt. Ostwind verändert das Wachstum. Die Sonne trocknet die alten Wunden aus. S. Read more →
Der Freytag: Über Männer, Trennungsschmerz und über das Loslassen
Es ist Freitag; es sitzt sich angenehm in meinem Stamm-Kaffeehaus auf meinem Lieblingsplatz; dieser war heute ausnahmsweise noch frei, als ich kam. Es ist keine Interruption in Sicht, die mich aus meinem geistigen Müßiggang entreißen könnte; auch die Touristen sind noch in weiter Ferne; die wie sonst üblich, das Kaffeehaus erstürmen und belagern. Im Moment herrscht Kaffeehausstille und sogar die… Read more →
Der Freytag: Die Russen-Rolex
Ich sitze im Kaffeehaus. Diesmal ohne Schreibblockade. Und diesmal mitten in Deutschland. Völlig in Gedanken versunken und ins Schreiben vertieft, reißt mich ein Tippen auf meine Schulter aus meiner wohligen, stillen Schreibwelt. »Jetzt bin ich aber erschrocken!«, stöhne ich verdrießlich. Nadja, eine alte Schulfreundin, steht vor mir und lächelt mich an. Sie hat sich kaum verändert; nur in ihrem Gesicht… Read more →
Der Freytag: Auf der Suche mitten in Paris
Ich befinde mich mitten in Paris. Sitze in einem kleinen Café und bin wieder am Anfang. Am Ausgangspunkt von etwas, das sehr unterschwellig versucht, in mein Leben zu rücken. Ich will es nicht beim Namen nenen, stelle mir aber die Frage, ob es mich auch diesmal wieder erdrücken – die Luft abschnüren wird? Damals war die Flucht nach innen der… Read more →
Wozu
Wie ein Schaufenster der Eitelkeiten – noch; im geistigen Sozialismus lebt’s sich konform am bequemsten – aber nur auf Zeit. Es folgt alsbald: die gelebte Autokratie. Die Wirklichkeit kann ernüchtern. Ursache und Wirkung: ein Gesetz! „Wenn man eine ‚Sache‘ auf die Spitze treibt, so kehrt sie sich in ihr Gegenteil um!“ – die Hoffnung folgt! Nichts hat Bestand, nichts ist… Read more →